Das freie Wort

„Blackout“

Die größte Bedrohung in der nahen Zukunft ist wohl ein „Blackout“! Viele Staaten fürchten sich vor einem solchen überregionalen Netzzusammenbruch. Der überhastete Umstieg auf erneuerbare Energieformen und ihre vermehrte Nutzung machen diesen immer wahrscheinlicher. Ein flächendeckender Stromausfall würde sich wohl so oder so ähnlich bemerkbar machen: Ein Großteil unseres gewohnten Lebens würde stillstehen, viele Haushaltsgeräte würden nicht mehr funktionieren, die Telefonleitungen sowie Bahn und Straßenbahn wären „tot“, und auch Geschäfte und Supermärkte wären wohl geschlossen. Das wären nur ein paar anfängliche Beispiele, die aber durch den sog. Dominoeffekt die gesamte Infrastruktur und eine weitere Versorgung mit Strom gefährden würden. Der Transport des vermehrten – reinen – Stromes stößt nämlich auf unzulängliche Leitungen. Die bestehenden Netzanlagen sind für diese Größenordnungen nicht ausgelegt. Wie schnell der Strom weg sein kann, hat sich in Europa heuer schon zweimal gezeigt. Beinahe wäre dabei auch das Licht in Österreich ausgegangen: Am 8.Jänner war wegen Problemen in Südosteuropa (Kroatien, Bulgarien) das europäische Stromnetz in zwei Regionen zerfallen, und am 24. Juli waren dann Spanien, Portugal und Teile Frankreichs von Stromausfällen betroffen. Diese beiden Risse durch Europas Stromnetz waren ein Warnschuss. Hat man diesmal die Warnung „richtig“ gedeutet? Solche Signale sind aber derzeit nicht erwünscht. Warum sonst hört man kein Wort von einem derartigen Malheur in den Medien oder gar von unseren Politikern? Den Energiewende-Fanatikern passt ein Stromausfall einfach nicht in ihren Plan. Der Umstieg auf die grüne Energie soll ihrer Meinung nach Freude bereiten, und Sorgen stören dabei nur! Man will ja mit allen Mitteln fossile Energie durch erneuerbare Energie ersetzen, d. h. Stromerzeugung auf Teufel komm raus, weil die E-Mobilität viel Energie in Form von Strom braucht. Liebe Frau Ministerin Gewessler, zuerst sollten Sie den Transitverkehr quer durch Europa drosseln, also auch quer durch Österreich und nicht gleich mit Preiserhöhungen (CO2-Steuer) drohen, denn höhere Spritpreise verringern keine CO2-Werte und retten auch kein Weltklima, sie führen hoffentlich nur dazu, dass die Grünen bald wieder aus dem Parlament fliegen!

Mag. Anton Bürger, per E-Mail

Erschienen am Sa, 23.10.2021

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