Schuld an dem Angriff aus einer anderen Welt ist einer der Zwillingssöhne der Familie, Jared (Freddie Highmore). Der Bub, der sehr unter der Trennung seiner Eltern leidet, entdeckt in einem versteckten Raum des neuen Heims ein geheimnisvolles Buch mit einer Notiz, die Tod und Verderben prophezeit, falls der Band geöffnet würde. Natürlich ist eine solche Warnung ein fast unwiderstehlicher Ansporn, zur Lektüre zu schreiten - und alsbald lernt Jared eine bis dahin unbekannte Welt, nämlich jene der Feen, kennen. Sein Urgroßonkel Arthur Spiderwick, ein Naturforscher, hatte 80 Jahre zuvor das Buch verfasst und es im Haus versteckt, bevor er spurlos verschwand.
Das Öffnen des Buches hat - der Warnung entsprechend - schwerwiegende Konsequenzen. Die bösen Wesen des Waldes, unter der Führung des Ogers Mulgarath, der beliebig sein Äußeres verändern kann, wollen sich nämlich um jeden Preis des Buches bemächtigen. Ihr Ziel: Die Vernichtung aller Feen und anschließend der Menschen zur Erlangung der Weltherrschaft. Die einzige Waffe gegen sie ist nur das Wissen aus Spiderwicks Buch - sowie Massen von Salz und Tomatensauce...
Narnia, Mittelerde & Co.
Der Film basiert auf den erfolgreichen Kinderbüchern des US-Duos Holly Black und Tony DiTerlizzi, doch sind gewisse Ähnlichkeiten der Handlung mit den "Chroniken von Narnia", dem "Herrn der Ringe" oder auch "Lemony Snicket" nicht zu übersehen. Im Fall "Spiderwick" extrahierten die Drehbuchautoren aus der gesamten Buchreihe die Haupthandlung heraus und kondensierten sie auf eineinhalb Stunden. Das Ergebnis ist ein unterhaltsamer Jugendfilm, der trotz der fantastischen Handlung auch nicht davor zurückschreckt, ernsthaftere Themen wie das Leid der Kinder nach einer Scheidung zu behandeln.
Besondere Beachtung verdienen neben der hervorragenden Computeranimation durch die George-Lucas-Firma Industrial Light & Magic (ILM) die hervorragenden Schauspieler, allen voran Hauptdarsteller Freddie Highmore. Der junge Brite trägt in der schwierigen Doppelrolle der beiden ungleichen Zwillingsbrüder Jared und Simon den Film derart souverän, dass man fast nicht merkt, dass es sich nicht um zwei unterschiedliche Darsteller handelt. Auch die temporeiche Inszenierung von Mark Waters trägt dazu bei, "Die Geheimnisse der Spiderwicks" zu einem spannenden Fantasy-Vergnügen zu machen.
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