17.01.2008 14:58 |

Fan erstochen

Fan nach Panathinaikos-Match erstochen

Nach dem Cupspiel zwischen den führenden griechischen Fußballclubs Panathinaikos, dem Verein des österreichischen Teamkapitäns Andreas Ivanschitz, und Olympiakos ist am Donnerstag ein 25-jähriger Fan erstochen worden. Theophilos Stavrakis starb im Krankenhaus nach einem Stich in die Brust. Sein 26-jähriger Freund wurde bei dem Streit in Lutza, östlich von Athen, schwer verletzt, war am Donnerstag aber außer Lebensgefahr, wie die Polizei mitteilte.

Die beiden Olympiakos-Fans hatten am Mittwochabend den 4:0-Sieg ihres Teams gefeiert. Dabei kam es in einem Cafe mit Panathinaikos-Anhängern zu einer Auseinandersetzung, die in tödlicher Gewalt endete. Drei Jugendliche wurden festgenommen, nach einem weitern wird gefahndet.

Ein Polizeisprecher erklärte, der Streit sei nicht wegen des Fußballs ausgebrochen, sondern wegen privater Meinungsverschiedenheiten. Die Polizei gab außerdem bekannt, dass Stavrakis im Jahr 2005 für zwei Jahre aus allen Stadien in Griechenland verbannt worden ist.

Schmach für Ivanschitz & Co.
Das Match selbst endete mit einer empfindlichen Niederlage für Panathinaikos und somit auch für Österreichs Team-Kapitän Andreas Ivanschitz. Die Grünweißen, 2007 erst im Finale an AE Larissa 1:2 gescheitert, wurden im Karaiskaki-Stadion von Olympiakos Piräus 0:4 (0:1) deklassiert, schieden damit sang- und klanglos aus. Ivanschitz musste die Schmach vom An- bis zum Schlusspfiff auf dem Rasen miterleben, vermochte der Partie aber keine Wende zu geben.

Nur drei Tage nach dem spannenden 1:1 in der Meisterschaft hatte man ein weiteres großes Derby zwischen dem aktuellen Tabellenzweiten und -Dritten erwartet, das dann aber zum Einbahn-Fußball verkam. Die Hausherren dominierten, gingen schon nach sechs Minuten durch den kongolesischen Stürmer Lua Lua in Führung. Danach hatten die Gäste die eine oder ander Chance, die größte vergab Salpingidis (54.).

Die Überlegenheit des Champions-League-Achtelfinalisten schlug sich im Resultat erst nach dem Wechsel nieder, als Torosidis (63.), der serbischen Angreifer Kovacevic (69.) und der argentinischen Offensiv-Mann Nunez (81.) mit ihren Toren das 4:0 fixierten. Der Triumph wurde nach dem Schlusspfiff getrübt, nachdem ein 25-jähriger Olympiakos-Fan niedergestochen wurde und im Spital starb.

Neben Olympiakos erreichten noch Cupholer AE Larissa, Aris Saloniki, FC Xanthi, der Arbeitgeber des österreichischen Torhüters Micheal Gsprunig, der Zweitligist Thrasyvoulos und Atromitos Athinon das Viertelfinale.

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