09.12.2007 13:58 |

Après-Ski mit Pink

Pink zu Besuch in Schladming

Bevor sie in die wohl verdiente Winterpause geht, hat US-Popsängerin Pink am Samstag bei Minusgraden ihr letztes Konzert des Jahres im steirischen Schladming gegeben. Bei dem Open-Air im Planai-Stadion wollten aber sowohl die Künstlerin als das Publikum nicht richtig warm werden, wenngleich es nach mehreren Auftritten in Österreich wieder einmal mehr Stimme von der Entertainerin zu hören gab.

Knapp nach 21.00 Uhr kreischten Teenager und auch solche, die noch gerne welche wären, als Alicia Moore alias Pink die Bühne mit "Cuz I Can" betrat. Diesmal aber nicht - wie sonst schon oft - freizügig, sondern bis oben hin zugeknöpft - dafür fiel der Minirock eine Spur kürzer aus (Bilder siehe Infobox). Nach dem Hit "Trouble" und "Just Like a Pill" intonierte die Sängerin mit kräftiger Stimme "I'm Not Dead", das Titelstück des aktuellen Albums und Namensgeber der Tournee.

Als nach einem ebenfalls mit viel Druck gesungenem "Last to Know" das Publikum noch immer nicht aufgetaut war, stimmte Pink - vor allem für jene, die zum ersten Mal eine ihrer Shows besuchten - Janis Joplins "Piece of My Heart" und im Anschluss "What's Up" von den "4 Non Blondes" an. Nicht nur diese beiden Songs, auch die gesamte Performance war weniger von Showelementen, dafür mehr von Ausdruck und Gesang geprägt: Keine Pink, die vor lauter Akrobatik selbst kaum noch zum Singen kommt.

Während die Band fehlerfrei und routiniert das Programm mit wenig überraschender Songauswahl performte, machte die Technik zwei Mal unsanft mit schrillen Zwischentönen aufmerksam. Ein verzwickter Blick - doch Pink ließ sich nicht irritieren. Gerade als die 28-Jährige mit "Dear Mr. President" und "Get the Party Started" von der Bühne herab die Menge zu ihren Füßen aufgeheizt hatte, war das Konzert auch schon zu Ende.

Der Berg ruft
Noch vor ihrem Konzert im Planai-Stadion war Pink am Samstag auf die steirischen Berge gefahren, um die sogenannte Klangpiste zu eröffnen. Mit eigens - natürlich pink - lackierter Gondel wurde die US-Popsängerin auf knapp 2.000 Höhenmeter gebracht, wo die ersten Fans warteten. Der Schladminger Bürgermeister schenkte der Künstlerin als Erinnerung eine Trachtenjacke.

Musikbeschallung bei der Abfahrt
Gegen 16.15 Uhr - fünf Stunden vor dem Konzert - fuhr die Gondel in die Bergstation der Planai-Hochwurzenbahnen ein. Der rote Teppich wurde ausgerollt und ein Podest mit einem überdimensionalen pinken Knopf errichtet. Nachdem die 28-Jährige Sängerin angekommen war, erklärte ihr Bürgermeister Jürgen Winter das Konzept der Klangpiste. Über eine Pistenstrecke von rund 650 Meter sind Boxen aufgestellt, welche die Freizeitsportler "freischwingen" sollen. Dabei können die Gäste zu Beginn der Piste an einer Jukebox aus rund 10.000 Titeln - von Mozart bis eben Pink - selbst wählen.

Lebkuchenhäuschen und Schnee
Der Gast eröffnete per Knopfdruck, umrahmt von Feuerwerk und einem eingespieltem Song, die Klangpiste. Selbst hinunter gefahren ist sie dann doch nicht. Dafür verriet sie, dass sie beim Stichwort Österreich zuerst an "gingerbread-houses and snow", also Lebkuchenhäuschen und Schnee, denkt. Was sie Janis Joplin fragen würde, wenn diese noch am Leben wäre, beantwortete Pink erst während des Konzerts.

Ein Drink mit Janis
Während sich die 28-Jährige nach der Eröffnung am Berg aufwärmte, füllten sich der Platz vor der Bühne und die VIP-Räume in der kürzlich eröffneten "Hohenhaus Tenne", die laut Betreiber "größte Skihütte Europas". Hunderte Fans stürmten, als die Vorgruppe "Excuse Me Moses" auftrat, die Balkone, um von dort beste Sicht auf den Hauptact zu haben. Als das Konzert begann, waren die fünf Geschoße der Tenne mit ihren rund 3.000 Quadratmetern nahezu leer - und Pink erzählte auf der Bühne, was sie Janis Joplin fragen würde: "I would ask her for a drink."

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