07.12.2007 12:16 |

Opferstock-Knacker

Rumänen-Paar ging mit Kindern auf Diebestour

Ein rumänisches Pärchen ist am Donnerstagnachmittag festgenommen worden, weil es zwei Opferstöcke in einer Kirche in Waldbach im oststeirischen Bezirk Hartberg ausgeräumt hatte. Das diebische Duo, das mit seinen drei Kindern unterwegs war, wurde vom Pfarrer, der sich gerade im Pfarrhaus aufhielt, bemerkt und konnte vorerst flüchten. Die Familie wurde jedoch wenig später in Wenigzell gestoppt. Die Rumänen waren bereits Anfang November wegen ähnlicher Vergehen in Osttirol in die Fänge der Justiz geraten.

Gegen 14.00 Uhr fuhren der 31-jähriger Rumäne und seine 29-jährige Lebensgefährtin mit ihren gemeinsamen Kindern - neun, fünf und eineinhalb Jahre alt - zur Pfarrkirche in Waldbach. Dort angekommen, läuteten sie an der Hausglocke des Pfarramtes. Der anwesende Pfarrer hielt sich zu diesem Zeitpunkt im ersten Stock des Gebäudes auf und öffnete erst nach ein paar Minuten die Tür - konnte aber niemanden entdecken.

Als er wieder in den ersten Stock zurückgekehrt war, sah er auf dem Kirchplatz einen Pkw mit rumänischem Kennzeichen sowie eine Frau, die gerade in Richtung Kirche unterwegs war. Der Pfarrer wurde misstrauisch und beschloss, in der Kirche nachzusehen. Laut Exekutive bemerkte er dabei einen aufgebrochenen und einen beschädigten Opferstock. Die Frau war inzwischen verschwunden, ebenso das Fahrzeug.

Polizei stellte 200 Euro Bargeld sicher
Im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte das Auto im Ortsgebiet von Wenigzell gestoppt werden. Beim Pärchen wurden 200 Euro Bargeld sichergestellt, deren Herkunft die beiden laut Polizei nicht schlüssig erklären konnten. Bei einer Überprüfung stellte sich dann heraus, dass das Pärchen bereits Anfang November 2007 nach mehreren ähnlichen Taten in Osttirol vorläufig festgenommen worden war. Laut Exekutive hätten die beiden ihre Kinder immer dazu benutzt, Mitleid zu schinden und so an Geld zu kommen. Da der Waldbacher Pfarrer aber nicht sofort geöffnet hatte, dürfte die Mitleidsmasche mit den Kindern nicht zum Einsatz gekommen sein.

Nach den Einvernahmen wurden die Eltern wegen gewerbsmäßigen Diebstahls in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Das jüngste Kind konnte bei der Mutter bleiben, die beiden älteren wurden dem Jugendamt des Magistrats Graz übergeben.

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