17.10.2007 23:04 |

Blutige Verhandlung

Scheidungsverhandlung in Italien endet tödlich

Eine Scheidungsverhandlung im Justizpalast der norditalienischen Stadt Reggio Emilia ist in ein Blutbad ausgeartet: Der Albaner Klirimi F. hat bei der Verhandlung seine Ehefrau Vjosa, die sich von ihm trennen wollte, und ihren Bruder erschossen. Bei der Schießerei verletzte der 40-Jährige aus der albanischen Hafenstadt Dürres außerdem zwei Rechtsanwälte und einen Polizisten. Der Mann konnte zunächst flüchten, wurde dann aber von der Polizei erschossen.

Berichten zufolge begann der zweifache Vater plötzlich, in dem Gerichtssaal mit einer Pistole wild um sich zu schießen, worauf unter den Anwesenden Panik ausgebrochen sei.

Polizei verhinderte größeres Massaker
Das Blutbad sorgt jetzt für heftige Diskussionen in Italien. Der Senator der rechtspopulistischen Oppositionspartei, Massimo Polledri, fragte, wie es möglich sei, dass der Albaner mit einer Pistole den Justizpalast von Reggio Emilia betreten konnte. "Nur dank des Eingriffes der Polizei konnte ein noch größeres Massaker verhindert werden", sagte der Senator.

Italien besorgt über Gewalt-Entwicklung
In Italien wächst auch die Sorge wegen zunehmender Gewalt gegen Frauen. Seit Jahresbeginn wurden über 60 Frauen ermordet. In 37,6 Prozent der Fälle war Eifersucht das Motiv für einen Mord, Streit in der Familie ist in 25,9 Prozent der Fälle der Hintergrund. 5,9 Prozent der Morde waren auf psychische Probleme des Täters zurückzuführen. Frauenschutzverbände riefen die Gesundheitsbehörden auf, Psychologen einzusetzen, um Konflikte zwischen Partnern zu reduzieren.

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