Mi, 18. Juli 2018

Kann das stimmen?

13.10.2007 18:16

Gerry McCann soll nicht Maddies Vater sein

Portugals Polizei behauptet: Gerry McCann ist gar nicht Maddies Vater! Begonnen hat der Verdacht damit, dass die DNA-Spuren von Maddie auffällig anders als die ihrer Geschwister sind, inzwischen wollen die Beamten noch weitere Belege haben. Gerry McCann bestreitet diese Unterstellung vehement.

Durch die DNA-Spuren misstrauisch geworden, stellte die Polizei weitere Nachforschungen an. Es war zwar bekannt, dass Kate McCanns Kinder durch künstliche Befruchtung gezeugt wurden, aber als Samenspender galt bisher für alle Kinder Gerry. Die portugiesische Polizei behauptet aber, schon die Samenbank gefunden zu haben, aus der der Samen von Maddies richtigem Vater stammt. Sogar die Daten des biologischen Vaters sollen schon ausgeforscht worden sein.

Die Portugiesen verfolgen zwei Ansätze: Erstens wollen sie überprüfen, ob Maddies biologischer Vater etwas mit dem Verschwinden des Kindes zu tun hat. Außerdem erleichtert Maddies DNA die Spurensuche: Ihr Erbgut kann immer leicht von dem ihrer Geschwister unterschieden werden. Madeleines Eltern sind wütend über die Behauptung, dass Gerry nicht der Vater sei: "Das ist völlig lächerlich und ein Haufen Unsinn."

Kinderschänder-Ring gesprengt
Portugals Polizei hat bisher zwar die verschwundene Madeleine McCann nicht entdeckt, aber immerhin einen riesigen Kinderschänder-Ring gesprengt. Dieser Erfolg lässt Maddies Eltern verstärkt hoffen, dass sie ihre Tochter wiedersehen werden. Bei einer landesweiten Razzia ("Operation Predator") wurden 150 Computer und 70 Wohnungen durchsucht. 80 Personen stehen unter dringendem Verdacht, mit Kinderpornos gehandelt zu haben.

Natürlich hoffen Maddies Eltern jetzt, dass die gefassten Gangster etwas über ihr verschwundenes Mädchen wissen und man so auf seine Spur kommt. Die Polizei hat bisher nicht bekannt geben, ob ihr Information über Madeleine in die Hände gefallen ist. Allerdings sind die Beamten auch noch damit beschäftig, die Unmengen beschlagnahmten Materials durchzusehen.

Sechs andere Kinder am Tatort anwesend?
Portugals Polizei will im Fall Maddie "signifikante" Hinweise dafür haben, dass neben ihren beiden Geschwistern noch vier andere Kinder im Apartment der McCanns waren, als die Vierjährige verschwand.

Die Polizei vermutet, dass es sich um die Kinder jener Freunde gehandelt hat, mit denen Madeleines Eltern an dem fraglichen Abend in der Tapas-Bar saßen. Demnach soll an dem Abend ein richtiges Kindertreffen am Tatort stattgefunden haben. Doch was machten all die Kinder an jenem Abend, und was hat das mit Maddies Verschwinden zu tun? Darüber schweigen sich Portugals Polizeibeamte aus.

Noch vor Kurzem hatte die portugiesische Polizei behauptet, dass die McCanns ihre Kinder mit Beruhigungsmitteln ruhig gestellt haben, um entspannt auswärts essen zu können. Es fragt sich, ob diese Behauptung mit der jetzt behaupteten großen Kindergruppe im Apartment zusammenpasst.

Zahl der Ermittler auf sechs reduziert
Die Zahl der Ermittler im Fall Madeleine ist indes von zunächst rund 100 auf nur noch sechs verringert worden. Es handle sich um fünf Kriminalbeamte und den Chefermittler, erklärte der Präsident der portugiesischen Vereinigung von Strafermittlern, Carlos Anjos. Die Personalreduzierung bezeichnete Anjos als normal bei Fällen, in denen der Verbleib einer vermissten Person nicht unmittelbar geklärt werden kann.

Madeleine verschwand am 3. Mai kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus dem Zimmer einer Ferienanlage in Praia da Luz, während ihre Eltern nach eigenen Angaben in der Nähe zu Abend aßen. Nach monatelangen Ermittlungen wurden die Eltern von der portugiesischen Polizei als Verdächtige eingestuft. Sie durften aber kurz darauf nach Großbritannien zurückkehren.

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