31.07.2007 14:41 |

Erstunken & erlogen

Wegen 70 Euro Schulden Vergewaltigung erfunden

Weil sie 70 Euro Schulden bei einem Bekannten hatte, rückte eine Burgenländerin ihren Gläubiger mit einer Vergewaltigungsanschuldigung ins schiefe Licht: Die 38-Jährige aus dem Bezirk Mattersburg erstattete bei der Polizei Anzeige, der 53-jährige Mann habe sie bedroht und zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Das Landeskriminalamt hatte schon Ermittlungen aufgenommen, bevor die Frau schließlich zugab, dass sie die Vorwürfe erfunden hatte. Jetzt wird sie unter anderem wegen Verdacht auf Verleumdung angezeigt.

Die 38-Jährige erstattete gleich zwei Mal, am Mittwoch und am Freitag vergangener Woche, Anzeigen bei der Polizei und belastete ihren Bekannten: Zuerst sagte sie, sie wäre bedroht und sexuell belästigt worden. Am Freitag erzählte sie den Beamten, er habe sie vergewaltigt.

Daraufhin übernahm das Landeskriminalamt den Fall. Bei der Befragung am Montag stießen die Beamten allerdings auf Ungereimtheiten: Einige Dinge hätten „nicht schlüssig zusammengepasst“. Die Frau gestand schließlich, dass die Vorwürfe erlogen sind.

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Burgenländerin bereits vor dem Verleumdungsverdacht keine weiße Weste gehabt haben dürfte: Auch von anderen Personen soll sie sich kleinere Geldbeträge ausgeborgt haben. Als das Geld zurückverlangt wurde, habe sie jedes Mal den Wohnsitz gewechselt. Die 38-Jährige kassierte nun auch eine Anzeige wegen Verdacht auf gewerbsmäßigen Betrug.

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