Freie Sprengelwahl

Bewegung in Linzer Hauptschulen

Freie Wahl hieß es heuer erstmals für Linzer Hauptschüler. Der Sprengelzwang wurde aufgehoben, und sofort setzte eine massive Wanderbewegung ein. Befürchtet wurde vor allem von der ÖVP die Entstehung von Ghettoschulen, es gab aber Überraschungen.

So haben sich an einer Linzer Hauptschule 747 Schüler angemeldet. Insgesamt sank deren Anzahl aber um 12,2 Prozent. „Deswegen sehen wir bei einigen Schulen einen stärkeren Schülerrückgang“, so Stadtrat Johann Mayr.

Im Vorfeld gab es Diskussionen um Ghettoschulen. Tatsächlich: Mit minus 46,5 Prozent verzeichnete die Diesterwegschule (Ausländeranteil 83,8%) den größten Rückgang. „Der Grund ist aber der Mangel an nachkommenden Volksschülern“, lässt Mayr das Ausländer-Argument nicht

gelten. Bei Harbach- (minus 41,9%) und Auhofschule (-31,6%) ist der Anteil ausländischer Kinder ohnehin niedrig. Freude also bei der SPÖ.

Gewinner waren die Hüttner-Schule mit plus 66,7 Prozent, die Suttner-Schule mit ihrem Informatik-Schwerpunkt (plus 34,6 Prozent) und das Ganztagsangebot der Renner-Schule (+24,3 Prozent).

Schulexperten am „Krone“-Zeugnistelefon
Das Zeugnis steht vor der Tür. Droht ein Fünfer, gar ein Nachzipf? Gibt es Probleme mit einem Lehrer? Oder brauchen Sie rechtlichen Rat? Wenn Sie Sorgen rund um die Schule, Fragen zur Notengebung oder einfach ein Anliegen haben, rufen Sie an: am Mittwoch, 13. Juni, von 11 bis 12 Uhr,  0 732/78 08, Klappe 443 oder 444. Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer und sein Expertenteam stehen am „Krone“-Zeugnistelefon Rede und Antwort.

 

 

 

Foto: AP

Sonntag, 13. Juni 2021
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