24.04.2007 21:00 |

IMAS-Umfrage

Österreicher sind stolz auf die Naturschönheiten

Wie aus einer aktuellen Studie des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS hervorgeht, haben für die Österreicher in den vergangenen 30 Jahren die Neutralität, die eigene Lebensart, die heimische Küche und berühmte Musiker am meisten an Bedeutung gewonnen. Größter Stolz der Österreicher sind nach wie vor die Naturschönheiten ihres Landes.

Ihre Position als Spitzenreiter in der allgemeinen Wertschätzung konnten die landschaftlichen Schönheiten erfolgreich verteidigen, auf sie sind nach wie vor 53 Prozent (1975: 55 Prozent) besonders stolz. Auch den berühmten Musikern gelang es, ihren zweiten Platz von 1975 zu halten und sogar an Beliebtheit zulegen (von 31 auf 39 Prozent).

Neutralität überholt Ski-Stars
Dieses Kunststück ist den in den 70er Jahren ex aequo auf Platz zwei gelegenen Skirennläufern nicht geglückt. Erreichten Franz Klammer, Annemarie Moser-Pröll und ihre Kollegen damals noch 31 Prozent, holten Benni Raich, Renate Götschl & Co. nur mehr 24. Überholt wurden die Meister der schnellen Brettln damit von der Neutralität: Sie verbesserte sich von 25 auf satte 35 Prozent.

Am deutlichsten an Wichtigkeit gewonnen hat die österreichische Lebensart, die sich von mageren neun auf 20 Prozent verbessern konnte. Stark an Gewicht zugelegt hat auch das gute Essen (von 13 auf 23 Prozent). Größter Verlierer unter den angebotenen Begriffen ist die Spanische Hofreitschule. Bekundeten 1975 noch 22 Prozent ihren Stolz auf diese Touristenattraktion, waren es heuer nur noch zehn Prozent.

IMAS ließ zwischen 19. Februar und 8. März 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung über 16 Jahre ausgesuchte Personen anhand einer Liste auswählen, worauf sie besonders stolz sind. Die Ergebnisse wurden mit Daten aus dem Jahr 1975 verglichen. Das Fazit der Meinungsforscher: Merkmale, die das Land nach außen abgrenzen, seien als Gegenbewegung zu den "nivellierenden Tendenzen in Europa" aufgewertet worden.

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