14.04.2007 16:10 |

Terror in Algier

Angst vor neuen Anschlägen in Algier

Drei Tage nach den Selbstmordanschlägen mit 33 Toten in Algier hat die US-Botschaft in der algerischen Hauptstadt vor neuen Attentaten gewarnt. Das berichtete der französische Sender Radio France Internationale (RFI). Die Amerikaner wollen demnach über konkrete Informationen verfügen, wonach unter anderem ein Fernsehsender bedroht sei.

Die Imame der Hauptstadt hatten die muslimischen Gläubigen bei ihrem Freitagsgebet dazu aufgerufen, die Gewalt zu stoppen. Zu den beiden Selbstmordattentaten mit 33 Toten und 57 Verletzten hatte sich die algerische Terrorgruppe "El Kaida im Islamischen Maghreb" bekannt.

Unterdessen haben die algerischen Ermittler einen der drei Selbstmordattentäter identifiziert, deren Fotos die Terrorgruppe im Internet veröffenlicht hatte. Danach habe der 28-jährige Boudina Merouane aus einem sozialen Problemviertel am östlichen Stadtrand von Algier den Anschlag auf den Regierungspalast verübt, berichtete die Hauptstadtpresse am Samstag.

Der Mann sei als Drogendealer mehrfach festgenommen worden und vor einigen Monaten verschwunden, schrieb die Zeitung "El Watan". Die Autobomben explodierten am vergangenen Mittwoch fast gleichzeitig bei dem Palast und an einer Polizeiwache.