09.02.2007 12:13 |

US-Skandal

Angeblich falsche Irak-Informationen des CIA

Führende Pentagon-Beamte haben nach einem Untersuchungsbericht absichtlich Geheimdienstinformationen manipuliert, um die USA in den Jahren 2002 und 2003 auf Kriegskurs zu bringen. Ziel sei es gewesen, das irakische Regime von Saddam Hussein mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida in Verbindung zu bringen, heißt es in einem Bericht für eine Sitzung des Streitkräfteausschusses des US-Senats am Freitag.

"Dies war das Argument, das benutzt wurde, um dem amerikanischen Volk die Notwendigkeit zu verkaufen, in den Krieg zu gehen", sagte der demokratische Senator Carl Levin. Dies sei in höchstem Maße verstörend, erklärte Levin, der dem Streitkräfteausschuss des Senats vorsteht.

Erstellt wurde der Bericht von dem amtierenden Generalinspekteur des Pentagons, Thomas Gimble. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Arbeit eines Sonderbüros zur Prüfung von Geheimdienstinformationen, das vom ehemaligen Pentagon-Staatssekretär Douglas Feith eingerichtet wurde. Dieses "Office of Special Plans" kam zu dem Schluss, dass der Geheimdienst CIA die Wahrscheinlichkeit einer Al-Kaida-Verbindung von Saddam Hussein unterschätzt habe.

In dem Bericht wird erklärt, dass die Tätigkeit des Pentagon-Büros zwar nicht illegal, aber unangemessen gewesen sei. Feith sagte in einem Telefongespräch, er kenne den Bericht noch nicht, halte eine solche Einschätzung aber für bizarr. Feith verließ das Pentagon im August 2005 und lehrt nun an der Schule für den Auswärtigen Dienst an der Universität Georgetown.