Mo, 22. April 2019
10.12.2017 15:05

Deutschland warnt:

Zahl der Salafisten mit 10.800 auf Allzeithoch!

Alarmierende Zahlen aus Deutschland! Bei unseren Nachbarn halten sich derzeit mehr Salafisten auf als je zuvor. Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz sei die Zahl mit 10.800 auf ein Allzeithoch angestiegen. "Das zeigt die anhaltende Attraktivität der salafistischen Ideologie", sagte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen am Sonntag.

Im Dezember des Vorjahres wäre die Zahl der in Deutschland lebenden Salafisten noch bei 9700 gelegen. Nach den Worten Maaßens stelle man zudem eine "Fragmentierung und Privatisierung" des Salafismus fest. Das mache die Beobachtung der Szene nicht gerade einfacher. Maaßen sprach von einer "besonderen Herausforderung für den Verfassungsschutz". Die Szene sei europaweit vernetzt, nach außen aber stark abgeschottet.

Der Salafismus ist seit Jahren die am stärksten wachsende islamistische Bewegung in Deutschland. Er ist eine fundamentalistische Strömung des Islam und für junge Muslime häufig eine Zwischenstation auf dem Weg in den Dschihad.

Schon mehr als 1800 gewaltbereite Islamisten in Deutschland
Bereits Anfang Oktober hatte Maaßen bekannt gegeben, dass auch die Zahl gewaltbereiter Islamisten in Deutschland stark zunimmt. Mittlerweile würden mehr als 1800 Menschen zum islamistisch-terroristischen Personenpotenzial gezählt. Binnen eines Jahres wurde somit ein Anstieg um 700 Personen bzw. um 64 Prozent verzeichnet. In Sorge sei man vor allem angesichts der wachsenden Radikalisierung von Grundschülern.

13-jähriger Bombenbauer von Salafist betreut
So hatte im Sommer die Story über einen jungen Deutschen weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Im Dezember 2016 wollte der damals Zwölfjährige in Ludwigshafen zwei Nagelbomben zünden. Die mutmaßlichen Anschläge misslangen, es wurde bekannt, dass der Bub von einem Salafisten stark religiös radikalisiert gewesen sei und sich sogar in Syrien dem IS anschließen habe wollen.

Weniger Koran-Verteilungen, mehr Internet-Radikalisierung
Öffentlich sichtbare Straßenmissionierung wie etwa die Koran-Verteilungen findet nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes seitens der Salafisten in Deutschland nur noch selten statt. Das verbuchen die Verfassungsschützer auch als Erfolg der staatlichen Ermittlungen. Die Radikalisierung findet nach ihren Erkenntnissen inzwischen weniger in Moscheen oder in größeren überregionalen salafistischen Organisationen als vielmehr in kleinen konspirativen Zirkeln statt - die sich vor allem im Internet bilden. Zudem beobachtet der deutsche Inlandsgeheimdienst immer häufiger Frauennetzwerke, in die die Nachrichtendienste nur schwer Zugang bekommen.

Gefahr durch kampferprobte Nordkaukasus-Islamisten
Ein besonderes Augenmerk legt der Verfassungsschutz derzeit auch auf Islamisten aus dem Nordkaukasus. Diese würden eine Affinität zu Gewalt, Kampfsport und Waffen aufweisen, erklärte Maaßen. "Extremistische Nordkaukasier waren, neben dem Tschetschenienkrieg in ihrer Heimat, aktuell auch an den Kämpfen in Syrien und Irak maßgeblich beteiligt."

Die islamistischen Nordkaukasier entfalten nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes auch in der Bundesrepublik extremistische Aktivitäten, verfügen dabei jedoch nicht über feste Strukturen. Die Zahl der aus nordkaukasischen Republiken wie Tschetschenien, Dagestan oder Inguschetien stammenden Islamisten liegt demnach im mittleren dreistelligen Bereich, also bei etwa 500 Personen.

Franz Hollauf
Franz Hollauf

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