09.12.2006 18:24 |

Weltcup-Comeback

Kilian Albrecht startet künftig für Bulgarien

Slalom-Spezialist Kilian Albrecht erhält am Montag die bulgarische Staatsbürgerschaft. Das gab der bulgarische Ski-Verband am Samstag bekannt. Der 33-jährige Vorarlberger ist vom ÖSV bereits freigestellt und kann damit ab sofort Weltcup-Rennen bestreiten. Sein Comeback im Weltcup plant Albrecht bereits für das kommende Wochenende in Alta Badia.

Der Vierte im Olympia-Slalom 2002 hätte bereits vergangene Woche einen Termin in Sofia gehabt, wegen Schlechtwetters waren aber alle Flüge aus Wien nach Bulgarien ersatzlos gestrichen worden. "Es ist nur noch eine Formalität, die zu erledigen ist", versichert der Vorarlberger. "Ich habe sehr viele Mühen auf mich genommen. Die Erleichterung ist groß, dass jetzt alles funktioniert hat. Es war mein großer Wunsch, endlich wieder Rennen fahren zu können."

Sein letztes Weltcup-Rennen für den ÖSV hatte der Vorarlberger im vergangenen März in Shiga Kogen bestritten, fehlte aber bereits beim Weltcup-Finale in Aare. "Für uns ist die Sache längst erledigt", versicherte ÖSV-Alpinchef Pum. "Wenn er einen gültigen Pass hat, kann er fahren, für wen er will. Er braucht dazu nicht einmal eine Freigabe von uns."

Mehrere österreichische Skifahrer haben den ÖSV auf Grund der großen internen Konkurrenz bzw. Differenzen mit der Verbandsführung in den vergangenen Jahren verlassen, um mehr oder weniger erfolgreich für andere Nationen anzutreten. Die ehemalige Slalom-Weltcupsiegerin und Olympia-Silbermedaillengewinnerin Elfi Eder startete ab 1997 für Grenada. Josef Strobl erhielt 2004 die slowenische Staatsbürgerschaft, schaffte es aber nicht ins Team für die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin.

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