Sa, 25. Mai 2019
31.08.2017 11:50

"Bitte offen reden!"

Video: Kern stellt sich Burka-Kritik am Stammtisch

Der Wahlkampf rund um den 15. Oktober läuft auf Hochtouren. Das zeigt auch die Vorschau des neuen Wahlvideos der SPÖ auf Facebook. Kanzler Christian Kern stellt sich diesmal der Kritik eines steirischen Stammtisches. Der erste Teil beschäftigt sich mit den Themen Zuwanderung und Integration. Darin schildert Pensionistin Brigitte (58), sie habe kein Verständnis für Burkaträgerinnen. Ihr Mann ist Rot-Wähler. Sie schwankt zwischen NEOS und SPÖ.

Wieder ein Werbefilm des Kanzlerteams, diesmal spielt er im Landgasthaus Buchner im steirischen Admont. Brigitte (58) - sie war jahrelang bei der Volkshilfe tätig - erklärt, warum Burkaträgerinnen sie aufregen: "Es kann ja nicht sein, dass bei uns eine Burka getragen wird, wo ich selber in meinem eigenen Land Angst habe, weil ich nicht weiß, ist es ein Manderl oder ein Weiberl, hat der eine Bombe versteckt, also des regt mi auf!"

80 Prozent der Österreicher wollen Burkaverbot
Eine Haltung, die viele Österreicher teilen: Das Integrationsbarometer 2017 stellte vor Kurzem fest, dass der Ruf nach einem Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum stark ist. 80 Prozent der Befragten stimmten zu, dass das Tragen einer Burka oder eines Nikab in Österreich verboten werden sollte.

"Haben die wichtigsten Themen verstanden"
Seitens der SPÖ hieß es gegenüber krone.at: "Wir haben in der Steiermark stark Wähler an die Freiheitlichen verloren, unser Ziel ist es, den Wählern und Wählerinnen zu signalisieren, dass wir die wichtigsten Themen verstanden haben und auf der Bundesländertour auf Zuhören setzen." So sollen Wähler zurückgewonnen werden - vor allem von der FPÖ.

Die zweite Folge ist bereits in Planung: Diese thematisiert dann entweder EU, Mindestsicherung oder Pensionen.

Kern will "offen reden"
Mit Kerns Appell an seine Protagonisten ("Mir ist wichtig, dass wir offen reden - nur so kommen wir weiter.") darf man auf das Ende des Videos gespannt sein, Freitag 20.15 Uhr ist es so weit.

Alexander Bischofberger-Mahr
Alexander Bischofberger-Mahr

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