Mi, 20. März 2019
04.07.2017 16:51

Nach Pariser Vorbild

Einmal im Monat: Wiens Grüne für autofreien Ring

Mitten in der Debatte um Demos und Sperren am Ring lassen die Wiener Grünen mit einer Idee aufhorchen: Gerade am Sonntag waren in Paris wieder die Champs-Élysées für den Autoverkehr gesperrt. Der Boulevard wird unter dem Motto "Paris atmet" einmal im Monat zur Fußgängerzone. Das wollen Grüne auch am Ring ...

"Davon träumen wir seit unserer Fußball-EM, als der Ring problemlos für die Öffnung der Fanzone gesperrt wurde", erklärt der Klubobmann im 1. Bezirk, Alexander Hirschenhauser. Nach Pariser Vorbild plädiert er dafür, den Ring einmal im Monat als bewusste Aktion für Autos zu sperren und für Fußgeher zu öffnen: "Sonntags ist viel weniger Verkehr."

"In Paris funktioniert vieles! Obwohl es mehr Einwohner gibt"
In Paris komme die Aktion super an. Nach der französischen Hauptstadt-Politik, die einen strikten Anti-Auto-Kurs fährt, haben die City-Grünen noch einen "großen Plan": die Zufahrt zur Innenstadt nur für Anrainer, Zulieferer und bedürftige Lenker öffnen. "In Paris funktioniert vieles! Obwohl es mehr Einwohner als in Wien gibt", zieht Hirschenhauser sein Fazit.

Im Büro von Chefin Maria Vassilakou gehört das "zumindest derzeit nicht zu den Plänen", heißt es vage zu der Idee. "Die Öffnung des Rings für Veranstaltungen und Kundgebungen findet bereits an vielen Sonntagen statt und wird auch von Tausenden genutzt."

Maida Dedagic, Kronen Zeitung

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