Sa, 21. Juli 2018

Ausraster bei PK

14.06.2017 10:22

Wutrede von Daum: "Bin rumänischer als Sie!"

Der deutsche Kult-Trainer Christoph Daum, aktuell Teamchef der rumänischen Nationalmannschaft, sorgte mit einer Wutrede bei der Pressekonferenz vor dem Testspiel gegen Chile für Aufregung - und auch ein bisschen Belustigung, denn das Video (siehe oben!) hat das Potenzial zum Internethit.

Minutenlang schimpfte der 63-Jährige bei der PK vor dem Chile-Match, das die Rumänen übrigens 3:2 gewannen, nachdem ein Journalist fragte, ob er wegen der zuletzt mäßigen Ergebnisse (nur ein Sieg aus sieben Spielen seit Juli 2016) zurücktreten werde. Hier ein paar Auszüge aus seiner Wutrede:

  • "Sagen Sie mir einen Grund, gemessen an dem, was wir erreicht haben und was wir vorhaben, warum ich jetzt aufhören sollte. Nur weil die Resultate nicht stimmen?"
  • "Wenn Sie die Zeit hätten, wenn Sie wirklich offen dafür wären, würde ich mich mit Ihnen hinsetzen und ein, zwei, drei Stunden über Fußball reden. Aber wenn ich mit Ihnen rede, nehmen Sie nicht ein Prozent davon auf. Nein, Sie verdrehen es ins Gegenteil und schaffen Lügen. Selbst wenn ich Ihnen die Fakten sage, sind Sie nicht interessiert."
  • "Für mich sind Sie kein Rumäne. Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin rumänischer als Sie. Das ist meine Meinung."
  • "Ich identifiziere mich mehr mit diesem Land und den Menschen als Sie. Sie helfen nicht, Sie sind nur auf dem zerstörerischen Weg."
  • "Alles verrückte Lügen! Nichts ist bewiesen! Sie zeigen Ihr wahres Gesicht!"

Daum als rumänischer Teamchef vor dem Aus
Am Ende stand Daum einfach auf und verließ wortlos den Presseraum. Er als Trainer der rumänischen Nationalmannschaft vor einer ungewissen Zukunft. Verbandschef Razvan Burleanu schließt eine vorzeitige Entlassung vom Deutschen nicht aus, wie rumänische Medien am Mittwoch berichteten. Rumänien hat nach der jüngsten 1:3-Niederlage in Polen nur noch geringe Chancen auf die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland.

Daum ist seit dem vergangenen Sommer Trainer der Osteuropäer, sein Vertrag läuft bis 2018. "Die Resultate sind nicht zu unserem Vorteil", wurde Burleanu zitiert.

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