04.04.2017 08:55 |

Aus zweier Pioniere

Yahoo und AOL sollen zu "Oath" verschmelzen

Der US-Internetpionier Yahoo soll nach seiner Übernahme durch den US-Telekommunikationsriesen Verizon offenbar mit der Verizon-Tochter AOL zu einer Einheit verschmelzen, die den Namen Oath tragen soll. "Take The Oath" schrieb AOL-Chef Tim Armstrong am Montag via Twitter und machte damit ein Wortspiel, das sowohl "Nimm Oath" als auch "Leiste den Eid" bedeutet. Den geplanten Zusammenschluss nannte Armstrong ein "nicht zu bremsendes Team".

Verizon übernimmt Yahoo für 4,48 Milliarden Dollar. Das Geschäft soll bis Juli abgeschlossen sein. Wegen massiver Hackerangriffe auf Yahoo hatte sich der Kaufpreis um 350 Millionen Dollar verringert.

Yahoo hatte im September den bis dahin größten Datenklau bei einem einzelnen Unternehmen bekannt gegeben: Im Jahr 2014 wurden Daten von rund 500 Millionen Yahoo-Nutzern entwendet. Im Dezember folgte dann das Eingeständnis, dass unbekannte Hacker schon im Jahr 2013 persönliche Daten von mehr als einer Milliarde Nutzer gestohlen hatten. Entwendet wurden unter anderem E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, verschlüsselte Passwörter sowie Sicherheitsfragen und deren Antworten.

Yahoo trägt die Kosten der Untersuchung der Hackerangriffe durch die Börsenaufsicht SEC und auch die Kosten für mögliche Klagen von Aktionären wegen der Hackerangriffe. Die Kosten für weitere Verfahren werden sich Verizon und Yahoo hingegen teilen.

Marissa Mayer zieht nicht mit Yahoo zu Verizon
Die bisherige Yahoo-Chefin Marissa Mayer wird den Web-Pionier nach Abschluss der Übernahme durch den Telekom-Konzern Verizon offenbar verlassen. Die finanziellen Konditionen ihres Rückzugs würden noch ausgehandelt, berichtete das über Entwicklungen bei Yahoo traditionell gut informierte Blog "Recode" am Dienstag.

Mayer steht nach bisherigen Angaben ein "goldener Fallschirm" von bis zu 23 Millionen US-Dollar zu. Die Frage ist, ob der einstigen Star-Managerin von Google nach der schwachen Geschäftsentwicklung in ihren vier Jahren an der Yahoo-Spitze und den Hackerattacken die volle Auszahlung bekommt.

Dass der Rest von Yahoo nach dem Verkauf des Webgeschäfts an Verizon eine neue Führungsspitze ohne Mayer bekommt, ist bereits bekannt. Die verbliebene Firma wird vor allem aus Beteiligungen an der Handelsplattform Alibaba und Yahoo Japan bestehen und soll Altaba heißen.

 krone.at
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