01.03.2017 15:44 |

Nordische WM

Bitter! Seidl muss sich mit "Blech" begnügen

Wie bitter! Die österreichischen Kombinierer haben in Lahti die Medaillen im WM-Großschanzen-Bewerb knapp verpasst. Mario Seidl und Wilhelm Denifl mussten sich nach Sprung-Doppelführung und 10-km-Langlauf mit den Rängen vier und fünf begnügen. Gold ging wie schon von der Normalschanze an den Deutschen Johannes Rydzek. Silber holte Akito Watabe (JPN/+ 4,8 Sek.), Bronze Francois Braud (FRA/+13,0).

"Das tut schon ein bisschen weh", gab der WM-Debütant Seidl zu. Er hatte von der Schanze brilliert, mit 46 Sekunden Vorsprung auf Denifl und 54 bzw. 60 auf die späteren Medaillengewinner lief er zunächst ein einsames Rennen an der Spitze. Doch das Solo in der tiefen Spur behagte dem 24-Jährigen nicht. "Ich habe mich alleine schwergetan", sagte er. Unterstützung in der Führungsarbeit hätte alles leichter gemacht. "Es war ein bisschen zu wenig Zug dahinter", resümierte der Salzburger. Seidl war in dieser Saison auch im Weltcup schon dreimal Vierter gewesen, ehe ihm vor der WM in Pyeongchang die ersten zwei Podestplätze der Karriere (2., 3.) gelangen. Vorzuwerfen hatte er sich in taktischer Hinsicht nichts. "Ich habe es richtig angelegt, leider sind die anderen noch herangekommen."

Der von außen entstandene Eindruck, dass er etwas müde gewirkt habe, war ein falscher: "Ich schaue generell nicht spritzig aus, aber ich probiere einfach ökonomisch zu laufen", erklärte der 24-jährige Salzburger. Trost in der Tatsache, dass er auch als Vierter neuerlich mitten in der Weltklasse gelandet ist, konnte Seidl vorerst keinen finden. "Ich hätte heute gerne die Medaille geholt, vor allem mit dem geilen Sprung und mit dieser Ausgangsposition. Es war einfach ein bisserl zu wenig in der Loipe."

Denifl: "Ich bin auf Sieg gelaufen, aber es hat nicht gereicht"
Das Verfolger-Quartett Rydzek, Watabe, Braud und Denifl, das sich in der Führung abwechselte, schloss nach drei der vier 2,5-km-Runden zu Seidl auf. Im letzten langen, harten Anstieg mussten Seidl und Denifl die Rivalen ziehen lassen, die Chance auf weiteres Edelmetall für die mannschaftlich neuerlich starke Gruppe von Cheftrainer Christoph Eugen nach Team-Bronze war dahin. Der 36-jährige Denifl hatte auf seine erste Einzel-Medaille Jagd gemacht. "Ich bin auf Sieg gelaufen, habe gefightet, aber es hat nicht gereicht", sagte der Tiroler. "Das war schwer, die anderen vier waren einfach stärker." Seidl lag im Ziel 17,4 Sekunden hinter Sieger Rydzek und 3,4 hinter dem Bronzerang, Denifl fuhr 9,1 Sekunden hinter seinem Kollegen über die Linie (+26,5).

Rydzek: "Ich habe auf meine Stärke hinten raus vertraut"
Rydzek avancierte mit seinem im Schlussanstieg fixierten Erfolg zum "König" der Kombinierer. Nicht nur in Lahti, wo er auch im dritten Bewerb triumphierte, sondern auch in der "ewigen" Bestenliste. Da ließ er mit dem fünften Gold den Franzosen Jason Lamy Chappuis und den Norweger Bjarte Engen Vik dank der höheren Zahl der Silbermedaillen hinter sich. Watabe (+4,8 Sek.) sicherte Japan die erste Einzel-WM-Medaille seit Ramsau 1999. "Ich habe am Schlussanstieg alles mobilisiert", sagte der 26-jährige Allgäuer Rydzek nach zweitbester Laufzeit. "Ich habe auf meine Stärke hinten raus vertraut." Die Erfolge werde er wohl erst in ein paar Tagen so richtig realisieren.

Titelverteidiger Gruber: "Ich habe alles probiert!"
Der Franzose Braud war vor zwei Jahren im Finish Bernhard Gruber unterlegen, er holte immerhin Bronze (+13,0). Der Titelverteidiger aus dem Gasteinertal klassierte sich unmittelbar hinter dem WM-Neuling David Pommer (+37,7 Sek.) an neunter Stelle (38,3). "Ich habe alles probiert, bin es taktisch klug angegangen", sagte der 34-jährige Champion von Falun. Mehr sei an diesem Tag nicht möglich gewesen. Nach einem nicht optimalen Sprung war er nur als Achter (+1:16 Min.) in den 10-km-Lauf gestartet. Pommer, der sich erst am Vortag den fünften Startplatz gesichert hatte, war mit seinem Rennen zufrieden. "Ich konnte zeigen, was ich draufhabe", sagte der Tiroler nach drittbester Laufzeit, die ihn vom 14. Platz nach vorne brachte. Der knapp hinter ihm gestartete Philipp Orter landete an zwölfter Stelle (+53,7).

Cheftrainer Eugen: "Es ist für den Mario schwer gewesen"
Cheftrainer Eugen sprach von einem "sehr bitteren" Ergebnis, hatte aber Einsehen mit dem Lauf der Dinge. "Es ist für den Mario schwer gewesen, weil er allein war. Auch in den Abfahrten ist man zu viert, zu fünft im Windschatten schneller, somit war er allein auf weiter Flur. Er hat es gut gemacht, sein Sprung war sensationell", sagte der Steirer. Die weichen Bedingungen am Mittwoch waren wohl auch ein Hauptgrund für den Ausgang. "Er tut sich schon ein bisserl leichter, wenn es ein bisserl härter ist", gestand Eugen. Für ihn gilt es nun, aus seinem starken Team das stärkstmögliche Duo für den Team-Sprint am Freitag herauszufiltern. "Das ist gar nicht so einfach. Es ist extrem wichtig, dass wir auch springerisch dabei sind." Zum Vorschlag Gruber/Seidl meinte Eugen nur: "Eine interessante Option".

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