12.11.2016 09:19 |

In Wien und Graz

30 Flüchtlinge erbeuten mit Drogenring 300.000 €

Schlag gegen die Drogenkriminalität: Eine 30-köpfige Tätergruppe, die vor allem in Graz und Wien agierte hatte, wurde bei der Operation "Lara" von der Polizei ausgeforscht. 180 Kilo Cannabis wurden sichergestellt, dazu Hunderte Gramm Kokain und Ecstasy. Der Straßenverkaufswert beläuft sich auf rund 300.000 Euro.

Spezialisiert hat sich die Tätergruppe, die unter einem 40-jährigen Algerier in Graz agierte, vor allem auf Cannabisprodukte. Aber auch Kokain und Ecstasy wurden von den 23 Algeriern, zwei Marokkanern, vier Afghanen und einem Tschetschenen auf Wunsch geliefert. Durch ihr gut organisiertes Netzwerk war es möglich, innerhalb von zwei Wochen bis zu 27 Kilogramm Drogen weiterzugeben und zu verkaufen. Insgesamt brachte die höchst professionell agierende Bande in Österreich Drogen im Schwarzmarktwert von 300.000 Euro in Umlauf!

Im Oktober folgten schließlich Zugriffe im 10. und 20. Bezirk in Wien, für zwölf Verdächtige klickten die Handschellen. Gefährliches Detail: Als die gewaltbereiten Verdächtigen die Polizeiaktion bemerkten, warfen sie ein drei Kilo schweres Cannabis-Packerl aus einer Bunkerwohnung im siebten Stock.

Neun Täter bereits verurteilt
Auch in Graz wurden 18 Personen zwischen 20 und 40 Jahren festgenommen. Neun sind inzwischen rechtskräftig verurteilt, der Rest wartet auf den Prozess.

Die Polizei setzt bei der Drogenbekämpfung weiter voll auf die Mithilfe der Bevölkerung: "Bitte treten Sie bei einer Beobachtung mit uns in Verbindung", betont Major Michael Lohnegger vom Kriminalreferat Graz.

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