Mi, 23. Jänner 2019

Festnahmen in Baden

28.10.2016 10:50

Ist der Terror jetzt endgültig bei uns angekommen?

"In Europa sind Dutzende IS-Kämpfer eingesickert. Diese sicherheitspolitische Situation kann man nicht mehr in den Griff bekommen" - bereits vor mehr als einem Jahr sprach der renommierte Anti-Terror-Experte Gert Polli gegenüber krone.at diese warnenden Worte aus. Heute ist bekannt, dass mindestens 87 Terroranhänger, die bereits dem Ruf des IS gefolgt waren, wieder in unserer Mitte leben.

Wie groß die Gefahr ist, die von diesen Verbrechern ausgeht, zeigt jetzt die Festnahme einer Frau im niederösterreichischen Baden, die auch international für Aufsehen sorgt. Brisant: krone.tv hatte mit der Verdächtigen bereits im September gesprochen (siehe Video oben), nachdem bereits ihr Mann wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verhaftet worden war.

Selbstmordanschlag in Ministerium geplant
Wie berichtet, stand die Cobra am Mittwoch in der Kurstadt im Großeinsatz: Eine 36-jährige Frau, die im Verdacht steht, einen Selbstmordanschlag im Verteidigungsministerium in Wien geplant zu haben, wurde verhaftet. Die Frau ist längst keine Unbekannte mehr.

Erst Anfang September war der 25-jährige Mann der Verdächtigen verhaftet worden. Der russische Staatsbürger mit Wohnsitz in Belgien wird verdächtigt, Unterstützungshandlungen für den IS gesetzt haben. Zudem soll er sich im Internet Pläne zum Bau einer Bombe heruntergeladen und größere Geldsummen ins Ausland überwiesen haben. Er sitzt in U-Haft.

280 Terroranhänger aus Österreich in Dschihad gezogen
Fälle wie dieser machen die Gefahr nur allzu deutlich, vor der Experten schon vor Monaten und Jahren gewarnt hatten: So zählt Österreich zu den EU-Staaten mit den meisten "Foreign Fighters" im Verhältnis zur Bevölkerung. 280 Terroranhänger sind demnach laut den heimischen Sicherheitsbehörden bereits dem Ruf des IS gefolgt und von Österreich aus in den Dschihad gezogen. 87 von ihnen seien bereits wieder zurückgekehrt - und leben demnach wieder unter uns.

"Wir importieren uns Opfer sowie Täter"
"Die wissen die momentane Situation in Europa auszunutzen, natürlich. Und die brauchen auch gar keine Waffen", erklärte dazu Experte Polli schon im September des Vorjahres im Gespräch mit krone.at. Und: "Wir Europäer importieren uns sowohl Opfer als auch Täter - somit müssen wir mit gefährlichen Situationen in den Asylquartieren rechnen."

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