Hofft auf Clinton

Kevin Spacey glaubt nicht an Trump als Präsident

Medien
26.09.2016 10:17

Hollywoodstar Kevin Spacey, als fiktiver US-Präsident in "House of Cards" hocherfolgreich, glaubt nicht an einen US-Präsidenten Donald Trump. Der Oscarpreisträger steht hinter der demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Was passiere, wenn Trump doch gewinne, wolle er sich gar nicht ausmalen.

"Ich glaube nicht, dass er gewinnt", sagte Spacey am Sonntag in München zu Trumps Antreten bei der US-Präsidentenwahl. Frank Underwood, der fiktive skrupellose US-Politiker, den Spacey in der Erfolgsserie "House of Cards" spielt, würde Trump aber wahrscheinlich unterstützen, meinte Spacey. "Er würde sich wahrscheinlich entschlossen hinter Donald Trump stellen, um ihn in die richtige Richtung zu schubsen."

Spacey war zu dem Start-up-Event Bits & Pretzels nach München gekommen, wo er die Eröffnungsrede hielt. Der Filmindustrie sei es mit Plattformen wie Netflix und Co. besser als der Musikindustrie gelungen, auf neue Technologien zu reagieren und von ihren zu profitieren. "Wir haben eine Lektion gelernt, die die Musikindustrie nicht gelernt hat."

Kevin Spacey (2.v.l.) auf der Wiesn (Bild: ASSOCIATED PRESS)
Kevin Spacey (2.v.l.) auf der Wiesn

Am Abend vorher hatte er das Oktoberfest besucht und in Lederhosen Bier getrunken. Von der Wiesn - und vor allem vom sogenannten "Kotzhügel" hinter den Zelten, wo viele Besucher ihren Rausch ausschlafen - zeigte er sich schwer beeindruckt: "Wie ein überirdischer Friedhof."

Das Oktoberfest sei wahrscheinlich nur eine Entschuldigung, um unglaubliche Mengen Alkohol in sich hineinzuschütten, so Spacey. Außerdem sei er sehr verwundert über den Zeitraum: "Es hat mich überrascht, dass der größte Teil des Oktoberfestes im September stattfindet", sagte er. "Ich komme dann wieder, um beim Novemberfest Weihnachten zu feiern."

Eigentlich, so scherzte der 57-jährige Spacey, der den Beginn seiner Rede in der Rolle des Frank Underwood bestritt, hätten die Macher von Bits & Pretzels Trump als Eröffnungsredner gewinnen wollen. "Er wäre auch gekommen" - auch, weil Deutschland sich ja mit Mauern gut auskenne - Trump hat angekündigt, für den Fall dass er US-Präsident wird, den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko gegen illegale Einwanderung zu bauen. "Aber dann hat er herausgefunden, dass München voll ist von dem, was er am meisten hasst: Ausländer."

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