Kein Kraftwerk

Geistesblitz rettet Koppentraun

Nach heftigem Widerstand auch aus Oberösterreich rettet nun ein Geistesblitz des steirischen Umweltlandesrates Manfred Wegscheider das Naturjuwel Koppentraun vor zerstörerischen Kraftwerksplänen: Das Land Steiermark wird den privaten Kraftwerksinvestoren die Planungskosten ersetzen. Wegscheider will das aber nicht als Präjudiz für andere Projekte verstanden wissen.

In Bad Aussee vereinigen sich drei Zubringer zur Koppentraun, im Gebiet von Obertraun mündet sie in den Hallstättersee: Das ergibt acht Kilometer eines der schönsten Wildwasserflüsse Österreichs, bei Paddlern und Forellenfischern gleichermaßen beliebt - doch seit zwei Jahren bedroht durch Kraftwerkspläne privater Investoren.

Diese wollen auf steirischer Seite ein Kraftwerk bauen und dazu das Wasser der Koppentraun in einer 5,3 Kilometer langen und 1,8 Meter dicken Pipeline ableiten: „Für 0,1 Prozent des Gesamtstromverbrauchs der Steiermark soll ein Paradies geopfert werden!“, protestierten Bürger und Umweltschutzorganisationen. Auch in Oberösterreich formierte sich heftiger Widerstand.

Nun scheint die Koppentraun gerettet: Laut dem steirischen Umweltlandesrat will das Land den Betreibern des Kraftwerkes die Planungskosten - etwa 155.000 Euro - ablösen, wenn diese auf das Projekt verzichten. Zuvor hatte Wegscheiders Idee, die betroffenen Gemeinden sollten dafür zahlen, im Sommer schon für Aufregung gesorgt. Der Landesrat will seinen Geistesblitz aber nicht als Präzedenzfall für andere Kraftwerksprojekte verstanden wissen…

 

 

 

Freitag, 07. Mai 2021
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