"Hypo Inoffiziell":

Tirol "schenkt" Kärnten 40 Millionen

Kärnten
23.02.2016 23:59

Das Hypo-Angebot wird von den Gläubigern angenommen. Probleme gibt es jetzt für die Ausrtian Anadi Bank.

Jetzt ist Dienstag also das passiert, was eigentlich schon seit Monaten stattfinden hätte sollen: Finanzminister Hans-Jörg Schelling hat Gläubigervertreter persönlich darüber aufgeklärt, worauf sie sich einlassen, wenn sie das Kärntner Angebot am 11. März verstreichen lassen - nämlich jahrelange Rechtsstreitigkeiten mit ungewissem Ausgang und horrende Kosten.

Das Land Tirol und dessen Landeshypo haben deshalb Dienstag auch beschlossen, lieber auf knapp 40 Millionen Euro zu verzichten und Kärnten zu unterstützen. "Freude hat zwar niemand daran, aber das Thema muss beendet werden", wird VP-Landeshauptmann Günter Platter zitiert.

Wie sich die Austrian Anadi Bank verhält, ist übrigens noch offen. Denn diese hat ein neues Problem am Hals: Weil man bei der Abspaltung der Österreich-Hypo-Tochter vor dem Verkauf an die Investorenfamilie Kanoria offenbar auf einen Gläubigeraufruf verzichtet oder vergessen hat, könnten die Inder nun in der komplexen Haftungskette weiter zum Handkuss kommen.

Für die ohnehin krisengebeutelte Bank, die ein Viertel der Belegschaft abbauen muss, wäre das wohl schwer bilanzierbar. Insider fürchten deshalb, dass die indischen Eigentümer nun endgültig den Absprung suchen. "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren" sprich dem Steuerzahler zubeuteln ist da schon zum oft verwendeten Zitat geworden.

Das gesamte "Hypo Inoffiziell" lesen Sie in der Mittwochsausgabe der "Kärntner Krone".

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