03.07.2006 12:36 |

Wirtschaftsbericht

Löhne weniger gestiegen als Wirtschaftswachstum

Die Entwicklung der Realeinkommen in Österreich konnte auch 2005 nicht mit dem realen Wirtschaftswachstum Schritt halten. Gegenüber dem Jahr 2004 kam es allerdings zu einer Beschleunigung der Einkommenszunahme um 0,7 Prozent. Das geht aus dem "Wirtschaftsbericht 2006" der österreichischen Bundesregierung hervor.

Die Lage am Arbeitsmarkt soll sich jedoch heuer erstmals seit 2000 verbessern.

Produktivität 2004 ungeschlagen
Die Realeinkommen der Österreicher stiegen 2005 pro Kopf um 1,0 Prozent nach 0,3 Prozent im Jahr 2004. Gleichzeitig beschleunigte das Wirtschaftswachstum real um 1,9 Prozent. Bei den Pro-Kopf-Bruttolöhnen kam es 2005 zu einem Zuwachs von 2,4 Prozent, nach 2,9 Prozent im Jahr 2004. Die Pro-Kopf-Realeinkommen wuchsen brutto um 0,4 Prozent. Die Produktivität hat im Jahr 2005 um 1,3 Prozent zugenommen. 2004 betrug der Produktivitätszuwachs noch rekordverdächtige 2,5 Prozent.

Wirtschaftswachstum entlastet Arbeitsmarkt
Die Lage am Arbeitsmarkt soll sich unterdessen heuer verbessern: Im Jahresdurchschnitt 2006 soll - erstmals seit 2000 - ein rückläufiger Bestand an vorgemerkten Arbeitslosen zu verzeichnen sein. Nachdem bereits in den vergangenen Jahren neue Beschäftigungshöchstwerte verzeichnet worden seien, sorge das nun kräftigere Wirtschaftswachstum für eine Erholung am Arbeitsmarkt, heißt es in dem Bericht.

Mehr Selbstständige und freie Dienstnehmer
Im Jahresdurchschnitt 2005 war die Zahl der unselbstständig Beschäftigten um 1 Prozent auf rund 3,230.300 gestiegen. Stärkere Anstiege wurden bei den geringfügig Beschäftigten und bei den Personen mit freien Dienstverträgen verzeichnet. Auch bei den selbstständig Beschäftigten gab es einen Zuwachs um 1,4 Prozent auf rund 383.800 Personen.

Die Beschäftigungsquote lag bei 68,6 Prozent, jene der Frauen bei 62,0 Prozent. Wesentlich geringer ist die Beschäftigungsquote der Älteren (55 bis 64 Jahre), sie betrug 31,8 Prozent.

Freitag, 07. Mai 2021
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