Di, 21. Mai 2019
16.01.2016 09:49

Ab 1000 Franken

Schweizer lassen Flüchtlinge für Asyl mitzahlen

Die Dänen nehmen den ankommenden Asylwerbern Bargeld zur Deckung der Aufenthaltskosten ab, und jetzt holen sich auch die Schweizer einen - kleinen - Teil der Asylkosten von den Flüchtlingen zurück: Ab einem Besitz von 1000 Schweizer Franken (915, 20 Euro) kassieren die Eidgenossen bis zu einem Betrag von 10.000 Franken alles ab. Die Flüchtlingshilfe protestiert.

Die Schweiz hat bereits vor Monaten ihren Grenzschutz mit einer gewaltigen Aufstockung der Grenzpolizei, mit zusätzlichen Hundestaffeln und totaler Drohnenüberwachung massiv verbessert. Ein Durchkommen an der "grünen Grenz" im Süden der Schweiz ist fast unmöglich - und genau das hat sich auch bei den Schlepperbanden der aktuellen Völkerwanderung rasch durchgesprochen.

Jetzt wird die Schweiz als Zielland für Flüchtlinge, die ihr Erspartes mit im Gepäck haben, noch unattraktiver: Wie das "Ö1"-Morgenjournal berichtet, werden nun den ankommenden Flüchtlingen an der Schweizer Grenze Schmuck und Bargeld abgenommen. "1000 Franken dürfen die Asylwerber besitzen. Haben sie mehr mit, wird dieser Betrag einbehalten. Die Obergrenze ist bei 10.000 Franken", sagte dazu eine Sprecherin des Staatssekretariats für Integratonsfragen. Die Schweizer Behörden nehmen diese Werte in Verwahrung und händigen sie dem Flüchtling auch wieder aus, wenn er in den nächsten sieben Jahren das Land wieder verlässt.

Flüchtlingshilfe: "Moderne Wegelagerei"
Die Schweizer Flüchtlingshilfe hält diese Vorgangsweise für "moderne Wegelagerei". Das Staatssekretariat kontert: Diese Regelung betreffe ohnehin nur sehr wenige Asylwerber, bisher ein Prozent.

Eine weitere Maßnahme wird in der Schweiz jedoch wieder eingestellt: So holt sich der Staat zehn Prozent des Bruttolohns von den Asylberechtigten, um sie so an den Integrationskosten zu beteiligen. Der Nachteil: Es minderte die Begeisterung der Asylberechtigten, eine Arbeit aufzunehmen...

Aus dem Video-Archiv: Rotes Kreuz kritisiert Asylsystem

Lesen Sie auch:

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kurz zieht Reißleine
Kickl muss gehen - und alle FPÖ-Minister folgen!
Österreich
Nach Spekulationen
PSG versichert: Kylian Mbappe wird bleiben!
Fußball International
Glasner-Nachfolge
LASK: Trainer-Entscheidung ist gefallen!
Fußball National
Minister kaltgestellt
Herbert Kickl muss Sheriffstern wieder abgeben
Österreich
Premier League
Graham Potter übernimmt Suttner-Klub Brighton
Fußball International

Newsletter