Di, 21. Mai 2019
07.01.2016 15:14

Saudis beschuldigt

Luftangriff auf iranische Botschaft im Jemen

Der Iran hat Saudi-Arabien vorgeworfen, seine Botschaft im Jemen mit Kampfflugzeugen angegriffen zu haben. Einige Wachleute der iranischen Vertretung in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa seien verletzt worden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran am Donnerstag. Anrainer berichteten dagegen, sie hätten keine Beschädigung des Gebäudes im Stadtteil Hadda ausgemacht.

Bei einem Luftangriff sei ein öffentlicher Platz getroffen worden, der 700 Meter von dem Gebäude entfernt liege. Einige Steine und Granatsplitter seien auf dem Hof der Botschaft gelandet, berichteten Augenzeugen.

Saudi-Militärallianz will Vorwürfe untersuchen
Die von Saudi-Arabien geführte Militärallianz, die im Jemen seit März des Vorjahres mittels Luftangriffen gegen schiitische Houthi-Rebellen kämpft, erklärte, man überprüfe die Vorwürfe. Houthi-Rebellen hätten mehrere geräumte Botschaften für ihre Kampfeinsätze genutzt, sagte ein Sprecher des Bündnisses. Luftangriffe, die am Mittwochabend auf Sanaa geflogen worden seien, hätten Raketenwerfern der Houthi-Rebellen gegolten.

Saudi-Arabien bekämpft zusammen mit anderen sunnitischen Staaten die Houthi-Miliz in seinem Nachbarland Jemen. Die Houthi werden vom Iran unterstützt, der sich als Schutzmacht der Schiiten begreift. Der Krieg im Jemen ist auch ein Stellvertreterkonflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Die Spannungen zwischen den beiden Erzrivalen haben sich nach der Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien erheblich verschärft. Riad kappte alle diplomatischen Kanäle nach Teheran und zog das Botschaftspersonal ab. Bahrain, Kuwait, Sudan und andere mit Saudi-Arabien befreundete sunnitische Staaten folgten wenig später. Der Iran verhängte am Donnerstag ein Importverbot für saudi-arabische Produkte.

Revolitionsgarde: Saudis droht gleiches Schicksal wie Saddam
Der Vizekommandant der iranischen Revolutionsgarden, Hossein Salami, drohte am Donnerstag über die iranische Nachrichtenagentur FARS: "Wenn die Saudis ihren Kurs nicht korrigieren, dann wird ihr Regime in den kommenden Jahren zusammenbrechen. Die Politik des saudischen Regimes wird einen Dominoeffekt haben. Sie werden unter der Lawine begraben werden, die sie selbst ausgelöst haben."

Der General verglich die Politik Saudi-Arabiens mit der des irakischen Präsidenten Saddam in den 1980er- und 1990er-Jahren. "Er hat Krieg mit dem Iran angefangen, er hat prominente Geistliche und führende Politiker hingerichtet, er hat Andersdenkende unterdrückt, und ihn hat am Ende ein schreckliches Schicksal ereilt", so Salami. Saddam, ein Sunnit, war 2003 von US-Truppen besiegt worden. Drei Jahre später wurde er wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit hingerichtet - er hatte die Tötung zahlreicher Schiiten angeordnet.

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