Mi, 15. August 2018

Freiwillige helfen

21.12.2015 16:07

Weihnachten im Transitquartier

Ein paar Augenblicke Frieden auf der beschwerlichen Flucht: In Kärntens Not- und Asylquartieren feiern dieser Tage Hunderte Flüchtlinge ihr erstes Weihnachtsfest. Anstatt einer religiösen Feier wollen die Helfer und Quartiergeber die meist muslimischen Flüchtlinge an unserer Kultur teilhaben lassen, sagt Caritas-Direktor Josef Marketz. In Quartieren des Bundes fällt Weihnachten aber aus.

Überall Lichter, Punsch, Weihrauch, Weihnachtsschmuck und Hektik. Dann plötzlich Ruhe und Besinnlichkeit, Christkind und Geschenke. Weihnachten kann für viele, die es das erste Mal bei uns verbringen, ein besonderes (eigenwilliges) Erlebnis sein. Wie für viele der Flüchtlinge, die derzeit in Asylunterkünften, aber auch in Notquartieren untergebracht sind. Für jene rund 80 Migranten, die in der Dullnighalle in Klagenfurt gestrandet sind, hat die Caritas ein kleines Fest vorbereitet. Es gibt einen Christbaum und kleine Geschenke. Marketz: "Viele Muslime feiern ein Fest der Liebe und des Schenkens - religiöse Feiern werden nicht abgehalten."

Gefeiert wird auch in organisierten Asylquartieren. "Fast überall gibt es eine Art Weihnachtsfeier - sie werden gut angenommen", weiß Flüchtlingsbeauftragte Barbara Payer. Flüchtlinge erzählen, wie in ihrer Heimat Feste zelebriert werden, mancherorts bringen Freiwillige kleine Geschenke.

Nichts vorbereitet wird hingegen im Quartier des Bundes in Ossiach, wie Othmar Roschitz mitteilt: "Bei Muslimen gibt es das nicht - bei uns im Quartier deshalb auch nicht."

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