Mi, 22. August 2018

Deutschland

01.11.2015 16:01

Gewalt gegen Asylsuchende erreicht neuen Höhepunkt

Die Gewalt gegen Asylsuchende erreicht in Deutschland einen neuen Höhepunkt. In mehreren Städten gehen Schläger nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur aktuell auf Flüchtlinge los. Asylbewerberheime werden in Brand gesteckt, immer wieder müssen Menschen in Krankenhäusern versorgt werden. Bei brutalen Anschlägen sind am Wochenende mehrere Syrer verletzt worden.

In Magdeburg und Wismar im Osten des Landes griffen jeweils größere Gruppen von Unbekannten zum Teil mit Baseballschlägern bewaffnet Asylbewerber an, berichtet die dpa. In Magdeburg wurde von den bis zu 30 Tätern ein 24-Jähriger vorläufig festgenommen. Die drei Opfer, zwei 26 und ein 35 Jahre alter Syrer, erlitten Prellungen und Verletzungen im Gesicht und wurden ambulant im Krankenhaus behandelt.

In Wismar (Mecklenburg) prügelten rund 20 Schläger zwei Syrer krankenhausreif. Nach Angaben der Polizei in Rostock standen die beiden Flüchtlinge am Samstagabend vor einer Notunterkunft, als sie angegriffen wurden. Nach Angaben der 31 und 33 Jahre alten Opfer handelte es sich um etwa 20 Angreifer. Diese hätten Kapuzenshirts getragen. Die Schläger verschwanden in der Dunkelheit.

"Feige und kaltblütig"
Bei einem Anschlag auf eine Asylbewerberwohnung in Freital bei Dresden wurde ein Mann leicht verletzt. Der 26 Jahre alte Syrer habe Schnittwunden an der Stirn erlitten, als in der Nacht zum Sonntag vor seinem Schlafzimmerfenster eine Sprengladung explodierte. Ein rechtsextremistischer Hintergrund sei "sehr wahrscheinlich", erklärte die Polizei. Sachsens Innenminister Markus Ulbig verurteilte den "feigen und kaltblütigen Angriff" aufs Schärfste.

In dem Kernland der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung brachen in der Nacht zu Samstag in zwei möglichen Asylunterkünften Feuer aus. Beim Brand mehrerer Wohncontainer in Dippoldiswalde geht die Polizei von Brandstiftung aus, bei dem anderen Fall in einem leer stehenden Hotel in Dresden ist die Ursache unklar. Verletzte gab es hier nicht.

Auch auf die bewohnte Unterkunft einer dreiköpfigen Flüchtlingsfamilie in Sehnde bei Hannover wurde in der Nacht zum Sonntag ein Brandanschlag verübt. Ein 43-jähriger Mann wurde festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand. Mit der Hilfe der Bewohner konnten Passanten das Feuer noch vor Eintreffen der Rettungskräfte löschen.

Aus dem Archiv (27.10.): Flüchtlingsansturm in Spielfeld hält an:

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