Di, 17. Juli 2018

Forscher überrascht

29.10.2015 10:51

Ozonloch über Antarktis heuer stark gewachsen

Nachdem es seit Jahren geschrumpft war, ist das Ozonloch über der Antarktis heuer wieder stark gewachsen. Daten, die Satelliten zur Erde gefunkt haben, zeigen Loch von etwa der Größe Nordamerikas in der schützenden Ozonschicht der Atmosphäre. Verantwortlich dafür sind laut Forschern veränderte Luftströmungen in der Stratosphäre.

Zurzeit erstreckt sich das Ozonloch über dem Südpol über eine Fläche von 26 Millionen Quadratkilometer und ist damit größer als der nordamerikanische Kontinent. Aktuell ist es um crund 2,5 Millionen Quadratkilometer größer als zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Nur 2006 war es mit 27 Millionen Quadratkilometern noch größer.

Wissenschaftler des Erdbeobachtungszentrums (EOC) am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben diese Entwicklung mithilfe von Satelliten dokumentiert. Sie beobachten permanent die schützende Ozonschicht und analysieren die Veränderungen.

Alljährlich wiederkehrendes Phänomen
Der starke Ozonabbau über der Antarktis ist ein jährlich wiederkehrendes Phänomen. In der Stratosphäre, in einer Höhe von circa zehn bis 50 Kilometern, reichern sich im Winter Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKWs) Temperaturen. Jetzt, im Frühling auf der Südhemisphäre, führt die Sonneneinstrahlung dazu, dass diese Stoffe ihre ozonzerstörende Wirkung maximal entfalten können.

Daher erreicht das Ozonloch seine maximale jährliche Ausdehnung in den Frühlingsmonaten der Südhalbkugel und schließt sich im dortigen Spätfrühjahr. Zuletzt schien sich das Ozonloch stabilisiert zu haben, sodass eine ganz allmähliche Erholung der Ozonschicht vermutet wurde. Dieses Jahr hat sich das Ozonloch jedoch einen Monat später gebildet und ist jetzt fast so groß wie vor neun Jahren.

Veränderte Luftströmungen in der Stratosphäre
Sowohl die aktuelle Größe des Ozonlochs und dessen verspätetes Auftreten überraschten die EOC-Forscher. Bei ihren Analysen zu den Ursachen konnten sie veränderte Luftströmungen in der Stratosphäre beobachten, die als mögliche Ursache für das Ausmaß des derzeitigen, fast kreisrunden Ozonloches in Frage kommen.

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