17.10.2015 20:38 |

Attentat in Köln

Täter soll in 90ern bei Neonazis mitgemacht haben

Der mutmaßliche Messerstecher von Köln, der am Samstag die Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl, Henriette Reker, niedergestochen hat, soll laut einem unbestätigten Medienbericht in den 1990er-Jahren bei einer Neonazi-Gruppe aktiv gewesen sein. Als Grund für die Tat habe der festgenommene Mann selbst fremdenfeindliche Motive angegeben, so Ermittler.

Der aus Bonn stammende Mann soll bei der Freiheitlichen Deutschen Arbeitspartei (FAP) mitgemacht haben, berichtet "Spiegel Online" ohne direkten Bezug auf eine Quelle. Die rechtsextreme Gruppe war 1995 vom deutschen Innenministerium verboten worden. Zuletzt sei der Mann mit ausländerfeindlichen Kommentaren im Internet aufgefallen, so das Medium unter Berufung auf Behörden.

"Zum jetzigen Zeitpunkt deuten die Zeugenaussagen darauf hin, dass fremdenfeindliche Motive des Täters ausschlaggebend waren", sagte der ermittelnde Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn am Samstag. Der Mann habe selbst fremdenfeindliche Motive für den Grund seiner Tat angegeben, so die Polizei.

Der 44-Jährige hatte Reker Samstagfrüh bei einem Termin auf einem Wochenmarkt niedergestochen. Er habe laut Polizei danach erklärt, "dass er vor langer Zeit, vor 20 Jahren, politisch tätig war". Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Angreifer in einer Partei oder Organisation aktiv sei, sagte ein Ermittler am Samstagnachmittag.

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