02.10.2015 22:27 |

Drei Diagnosen

Wien: Fälle von Ruhr in Flüchtlingsheimen

In einem Flüchtlingsheim in Wien-Leopoldstadt sowie in einem Notquartier in Simmering hat es Fälle von Ruhr gegeben. Das Gesundheitsministerium bestätigte gegenüber der "Krone" drei Diagnosen. Die betroffenen Unterkünfte seien desinfiziert worden.
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Die Krankheit wurde im Ferry-Dusika-Stadion, das derzeit als Flüchtlingsheim dient, und in einem Notquartier in Wien-Simmering diagnostiziert. Pamela Rendi-Wagner, Sektionsleiterin für öffentliche Gesundheit: "Durch Wien sind in den vergangenen Wochen 130.000 Flüchtlinge durchgereist", drei Infektionen seien eine extrem geringe Anzahl. Österreich haben insgesamt rund 170.000 Flüchtlinge passiert.

"Die Ruhr hat ihren Schrecken verloren", gab Dr. Wolfgang Exel, Leiter der "Krone"-Gesundheitsredaktion, umgehend Entwarnung. Die sogenannte Shigellen-Ruhr wird von Mensch zu Mensch übertragen. Es handelt sich um eine Entzündung des Dickdarms. Das überaus schmerzhafte Symptom: schwerer Durchfall. Die Patienten wurden entsprechend behandelt.

Positiv an den bekannt gewordenen Fällen: Die Patienten wurden im Rahmen der organisierten Betreuung der ankommenden Flüchtlinge registriert. Gleichzeitig zeigen die im Online-Meldesystem des Gesundheitsministeriums vermerkten Fälle die Wichtigkeit eines solchen computerunterstützten Registers.

Weiterhin strömen Flüchtlinge über die ungarisch-burgenländische Grenze ins Land. Dort ist vor allem die Lungenkrankheit Tuberkulose ein Thema: Verdachtsfälle werden sofort einem Lungenröntgen unterzogen. Bisher konnte kein Fall bestätigt werden.

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