29.08.2015 09:19 |

Mazedoniens Premier:

"Niemand kann die Flüchtlinge stoppen"

Der mazedonische Premier Nikola Gruevski sieht kein Ende der Flüchtlingskrise: "Die Balkanstaaten können die Flüchtlinge offensichtlich nicht aufhalten. Keiner kann sie stoppen, auch nicht stärkere Staaten wie Deutschland oder Frankreich", ist der Christdemokrat sicher. Auch das Schließen der Grenzen bringe keine Lösung.
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"Wir verschärfen das Problem nur, wenn wir die Flüchtlinge an der Grenze aufhalten. Dann entsteht ein Rückstau, und wir haben nach drei Tagen 10.000 Flüchtlinge vor unserer Tür", betonte Gruevski in einem Interview mit der österreichischen Tageszeitung "Die Presse".

Demnach kommen in Mazedonien derzeit jeden Tag etwa 3000, "manchmal sogar 4000 und mehr" Flüchtlinge an. "Wir sind das einzige Land, in das Flüchtlinge aus einem EU-Staat, Griechenland, strömen. Das ist absurd."

"Terror in Syrien und Irak bekämpfen"
Zum ungarischen Grenzzaun sagte Gruevski, dass dieser nur bewirken könne, dass die "Flüchtlinge nicht überall über die Grenze strömen und durch das Land irren, sondern die Grenze nur an bestimmten Punkten passieren, wo sie dann auch Hilfe vorfinden." Er habe gehört, dass schon jetzt Tunnel unter den Zaun gegraben werden.

"Stoppen können wir die Flüchtlingswelle nur, wenn wir die Ursachen der Flucht bekämpfen: die Kriege und den Terror in Syrien und im Irak."

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