Fr, 24. Mai 2019
06.09.2014 07:56

"Telepathie"-Versuch

Forschern gelingt Übertragung von Gedanken

In einem "Telepathie"-Experiment ist Forschern mithilfe moderner Technik erstmals eine Gedankenübertragung über Tausende Kilometer gelungen. "Es ist so etwas wie die technologische Verwirklichung vom Traum der Telepathie, aber es ist definitiv nicht magisch", sagte der an der Studie beteiligte Wissenschaftler Giulio Ruffini.

Bei dem Experiment der renommierten US-Universität Harvard sollte ein Proband in Indien (im Bild links) an einfache Worte wie "Hallo" und "Tschüss" denken. Seine Gehirnströme wurden dabei mittels Elektroenzephalografie (EEG) gemessen. Diese Daten wurden anschließend in einen Binärcode (die nur aus den Ziffern 0 und 1 bestehende Computersprache, Anm.) umgewandelt, der dann per E-Mail nach Frankreich geschickt wurde.

Versuchsperson versteht gedachte Worte
Dort wurde der Binärcode wieder in ein Signal umgewandelt, das über eine sogenannte transkranielle Magnetstimulation in das Gehirn eines Versuchsteilnehmers gelangte. Dazu werden die Daten durch Lichtblitze dargestellt, die der Proband (im Bild rechts) am Rande seines Blickfelds wahrnimmt. Die Probanden hatten die in Indien gedachten Worte also weder gehört noch irgendwie gesehen - sie konnten die Botschaft aber anhand der Lichtblitze verstehen, berichten die Forscher im Fachjournal "PLOS One".

"Wir wollten herausfinden, ob eine direkte Kommunikation zwischen zwei Menschen möglich ist, indem die Gehirnaktivität eines Menschen gelesen und Gehirnaktivität in einen zweiten Menschen injiziert wird", erklärte Studien-Koautor Alvaro Pascual-Leone, der als Neurologie-Professor an der Harvard Medical School tätig ist. "Und das über eine große Distanz und indem wir bereits existierende Kommunikationswege nutzen."

Hilfe für Menschen nach Gehirnschlag?
"Wir hoffen, dass dies langfristig radikal die Art und Weise verändern könnte, wie wir miteinander kommunizieren", sagte Ruffini der Nachrichtenagentur AFP. Das Forschungsergebnis könnte den Wissenschaftlern zufolge künftig unter anderem dazu genutzt werden, um mit Menschen zu kommunizieren, die nach einem Hirnschlag nicht mehr sprechen können.

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