Mo, 20. Mai 2019
05.09.2014 08:32

Sittenwächter

In Wuppertal patrouilliert die "Scharia-Polizei"

In Deutschland sorgen derzeit Islamisten für Aufregung, die auf offener Straße Menschen für den Salafismus rekrutieren wollen. In orangefarbenen Westen mit der Aufschrift "Shariah-Police" geben sich die Männer in Wuppertal in Nordrhein-Westfalen als Sittenwächter. Die Polizei will dem Treiben nun einen Riegel vorschieben.

Wie die "Bild" berichtete, sprechen die Islamisten Jugendliche auf der Straße an, laden sie zu Predigten ein und wollen sie zum Salafismus bekehren.

Dabei verbreiten die selbsternannten Sittenwächter auch die von ihnen gewünschten Verhaltensregeln, die da lauten:

  • Kein Alkohol
  • Kein Glücksspiel
  • Keine Musik oder Konzerte
  • Keine Pornografie oder Prostitution
  • Keine Zigaretten oder Drogen

Ein entsprechendes Video ist seit Kurzem auf YouTube zu sehen.

Mehrere Strafverfahren eingeleitet
Der Polizei wurde es nun laut "Bild" jedoch zu bunt, bei Kontrollen am Mittwochabend seien demnach mehrere Strafverfahren gegen Mitglieder der "Shariah Police" eingeleitet worden.

Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher erklärte: "Das Gewaltmonopol liegt ausschließlich beim Staat. Ein Auftreten, das einschüchtert, verunsichert oder provoziert, wird nicht geduldet. Es gibt keine Legitimation für diese Scharia-Polizei."

Die Exekutive werde ihre Präsenz in Wuppertals Innenstadt nun weiter verstärken, erklärte Radermacher. Zudem rief die Polizeipräsidentin die Bevölkerung dazu auf, jegliche diesbezügliche Auffälligkeiten sofort der Polizei zu melden.

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