04.08.2014 10:12 |

Fast 2.000 Verletzte

China: Hunderte Tote nach schwerem Erdbeben

Beim schwersten Erdbeben seit Jahren in Chinas südwestlicher Provinz Yunnan sind am Sonntag mindestens 367 Menschen ums Leben gekommen. Zumindest 1.881 Menschen wurden verletzt, zahlreiche weitere werden laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua noch vermisst. Das Beben hatte laut Chinas Erdbebenwarte eine Stärke von 6,5 und war damit das schwerste seit 14 Jahren in der Region.
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Das Epizentrum lag in der Gemeinde Ludian in der Nähe der Stadt Zhaotong. Mindestens 12.000 Gebäude wurden laut Xinhua zerstört, weitere 30.000 Häuser beschädigt. In den sieben Dörfern von Ludian leben rund 267.000 Menschen, die gesamte Region um die Stadt Zhaotong kommt auf etwa sieben Millionen Einwohner.

Augenzeugin: Wie nach einem Bombenangriff
Eine betroffene Einwohnerin sagte, sie habe "noch nie so eine starke Erschütterung gespürt". Die Straßen sähen wie nach einem Bombenangriff aus. Das neu gebaute, zwei Stockwerke hohe Haus ihres Nachbarn sei einfach zusammengefallen. "Überall sind Ruinen", sagte die Frau.

Viele Menschen liefen laut Augenzeugen auf die Straße, Polizisten, Feuerwehrleute und Spezialkräfte mit Suchhunden auch aus anderen Regionen wurden mobilisiert. "Es sind einfach zu viele Gebäude zerstört worden. Wie sammeln noch immer Informationen über Verletzte und Tote", sagte ein Dorfvorsteher.

In Online-Netzwerken verbreiteten sich Bilder eingestürzter Gebäude, deren Bewohner verzweifelt nach Überlebenden in den Trümmern suchten. "Die Mauern mehrere Gebäude stürzten ein, Wasserleitungen barsten. Der Strom wurde unterbrochen", schrieb ein Nutzer aus dem Bezirk Ludian im Kurznachrichtendienst Weibo.

Betroffene Bevölkerung lebt in instabilen Häusern
Die Bevölkerung in der Gebirgsregion lebe größtenteils in relativ instabilen Behausungen, erklärte die US-Erdbebenwarte. Die Arbeit der Helfer könnte durch schwere Regenfälle erschwert werden, die vorhergesagt waren. Zudem war erst kurz zuvor eine wichtige Straße durch einen Erdrutsch beschädigt worden.

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