27.07.2014 09:34 |

Unter Kontrolle

Moskau hat wieder Kontakt zu Forschungssatellit

Der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos ist es gelungen, wieder Kontakt zu einem wichtigen Forschungssatelliten herzustellen. "Foton-M4", der auch fünf Geckos an Bord hat, reagiere wieder auf Signale von der Erde, sagte ein Experte am Samstag in Moskau. Ohne Kontrolle vom Boden wäre das Weltraumlabor in vier Monaten unkontrolliert auf die Erde gestürzt.

Dem Plan nach soll eine Landekapsel des am 18. Juli an Bord einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) ins All gestarteten Satelliten nach gut zwei Monaten kontrolliert in der russischen Region Orenburg im Ural abstürzen. An Bord sind neben den Gekkos auch Fruchtfliegen und Pflanzensamen für Experimente.

Am Donnerstag hatte ein namentlich nicht genannter Roskosmos- Mitarbeiter berichtet, die Bodenstation empfange zwar Signale von Satelliten, allerdings reagiere der 6,4 Tonnen schwere "Foton-M4" nicht auf Funkbefehle von der Erde (krone.at berichtete). "Der Flugkörper kreist in rund 250 Kilometer Höhe. Wenn wir die Steuerung nicht wieder herstellen, stürzt er in etwa vier Monaten auf die Erde", wurde er zitiert.

Landekapsel soll zur Erde zurückkehren
Der Satellit sollte die Erde zwei Monate lang in einer Höhe von fast 600 Kilometern - also knapp 200 Kilometer höher als die Internationale Raumstation ISS - umkreisen, bevor seine kugelförmige Landekapsel mit den Experimentanlagen und Proben Ende September wieder zur Erde zurückkehrt. Deutsche Forscher wollten in den kommenden Wochen die "Foton"-Kapsel auch für vier Experimente zum Wachstum von Halbleiterkristallen nutzen.

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