So, 24. Juni 2018

Wirbel um Video

11.07.2014 13:37

War Vlaars Elfer gegen Argentinien doch ein Tor?

Die Niederlande sind bekanntlich in einem dramatischen Elferschießen an Argentinien gescheitert und verpassten dadurch das WM-Finale gegen Deutschland. Nun ist allerdings ein Video aufgetaucht, das zumindest auf dem ersten Blick die Frage aufwirft, ob der verschossene Elfer des Niederländers Ron Vlaar womöglich doch ein Tor war. Laut Reglement ist aber eindeutig klar: Hier gab's viel Lärm um nichts!

Während auf den offiziellen TV-Bildern (siehe Video oben) nur zu sehen ist, wie Argentiniens Tormann Sergio Romero den ersten Penalty der Niederländer pariert und danach der jubelnde Keeper bzw. der frustrierte Vlaar gezeigt wird, lässt das etwas verwackelte YouTube-Video, das offenbar ein Zuschauer mit seinem Handy aufgenommen hat, auch andere Schlüsse zu.

Der abgewehrte Ball springt nämlich in die Luft, rollt danach durch den Drall bis auf die Torlinie. Ob der Ball tatsächlich mit vollem Durchmesser hinter der Linie war, lässt sich anhand dieses Clips nicht feststellen. Fraglich ist auch, ob Vlaar den Ball nach der Abwehr durch den Keeper möglicherweise noch leicht berührt hat. In diesem Fall würde es sich um einen nicht regelkonformen Nachschuss handeln.

Viel Lärm um nichts
Ein weiteres Video auf dem Internetportal "Vine" kann die fragliche Situation allerdings zweifellos aufklären. Demnach blieb der Ball ganz genau auf der Torlinie liegen! Gezählt hätte das Tor übrigens auch dann nicht, wenn der Ball eindeutig hinter der Linie gewesen wäre. Laut Regel gilt beim Elferschießen ein Penalty nur als erfolgreich, wenn der Ball durch die Wirkung des Schusses ins Tor ging. Wenn der Torhüter den Ball an die Stange abwehrt und er von dort hinter die Linie springt, zählt es. Auch, wenn das Leder vom Torhüter ins Tor prallt.

In diesem Fall wehrte Romero den Ball jedoch ins Feld ab – nur durch den Backspin nach der Parade kam er dann wieder zum Tor. Daher hätte der Elfer keinesfalls gezählt.

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