Die Wüstenrot Versucherungs-AG steigerte ihr EGT um fast sieben Millionen Euro. Die Bilanz des österreichischen Unternehmens fiel insgesamt zwiespältig aus.
Die Wüstenrot Gruppe hat 2025 ihr 100-Jahr-Jubiläum gefeiert und in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld deutlich schwächer abgeschlossen als 2024. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag bei 63,2 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Dienstag bekanntgab. 2024 hatte die Gruppe ein EGT von 97,7 Mio. Euro ausgewiesen. Die Bausparkasse lag im Minus, die Versicherung im Plus. Die 2023 gegründete Bank verringerte ihre Anlaufverluste.
Der Konzern habe seine Ziele „trotz des weiterhin komplexen wirtschaftlichen Umfelds mit gedämpfter Konjunktur, hoher Inflation und anhaltender Herausforderungen im österreichischen Bausektor“ erreichen können, teilte Wüstenrot mit. „Die Ratinganhebung der Bausparkasse, das starke Wachstum im Versicherungsgeschäft und der beeindruckende Ausbau der Bankeinlagen verdeutlichen, dass unser Allfinanzmodell wirkt“, so die scheidende Generaldirektorin Susanne Riess-Hahn. Die US-Agentur Moody‘s verbesserte das Rating der Bausparkasse Wüstenrot von Baa1 auf A3 mit stabilem Ausblick.
Die ehemalige FPÖ-Vizekanzlerin geht Ende Mai in den Ruhestand und wird per 1. Juni vom bisherigen Finanzvorstand Gregor Hofstätter-Pobst abgelöst.
Bei der Bausparkasse Wüstenrot AG ging das EGT gegenüber dem Jahr davor von 49,7 Mio. auf 44,1 Mio. Euro zurück. Nach dem allgemeinen Nachfragerückgang bei Wohnbaudarlehen habe sich 2025 „die leichte Erholung fortgesetzt“. Noch hemmend ausgewirkt hätten sich die bis Mitte 2025 geltende KIM-Verordnung, die den Banken strengere Regeln zur Vergabe von Wohnbaukrediten vorschreibt, Baukostensteigerungen und die Konjunkturentwicklung allgemein.
Bei den Finanzierungsauszahlungen (inklusive Eigenmittel) kam es daher im Jahresabstand zu einem massiven Rückgang von 329,4 Mio. auf 274,4 Mio. Euro. Der Bestand an Darlehen zur Wohnraumbeschaffung verringerte sich von 5,3 auf 5,1 Mrd. Euro und habe damit „auf einem hohen Niveau gehalten werden können“. Der Bestand der Bauspareinlagen sank von 3,4 auf 3,3 Mrd. Euro. 2025 seien 71.365 neue Sparverträge abgeschlossen worden, nach 87.507 im Jahr davor.
Bank dämmte Verlust ein
Die erst im Jahr 2023 gegründete Wüstenrot Bank AG dämmte ihren Betriebsverlust im abgelaufenen Jahr von 11,4 Mio. auf 8,5 Mio. Euro ein. Der Bestand an Spareinlagen legte den Angaben zufolge um 294,3 Mio. auf 761,9 Mio. Euro zu. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 550,9 Mio. auf 896,4 Mio. Euro, die Eigenmittelausstattung von 63,7 Mio. auf 97,2 Mio. Euro. Die Summe der vergebenen Kredite ging von 17 Mio. auf 106,4 Mio. Euro nach oben.
Die Wüstenrot Versicherungs-AG steigerte ihr EGT von rund 55 Mio. auf 61,4 Mio. Euro. Die Bestandsprämien in der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen von 235,9 Mio. auf 256,4 Mio. Euro.
Auch bei den Bestandsprämien in der Schaden- und Unfallversicherung konnte 2025 erneut ein Anstieg auf 256,4 Millionen Euro verzeichnet werden (2024: 235,9 Millionen Euro). Die Mobilitätsversicherung mit ihren innovativen Assistance-Services war in diesem Segment besonders gefragt.
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