Land und Jäger ziehen Bilanz über das Jagdjahr 2025/2026 in Tirol, das für die Waidmänner sehr fordernd war. Die Abschussquote liegt dennoch bei 90 Prozent und befindet sich auf stabilem Niveau.
Trotz nochmals erhöhter Abschussvorgaben konnte ein insgesamt solides Ergebnis erzielt werden. „Für uns Jäger war das vergangene Jagdjahr in vielerlei Hinsicht fordernd“, sagt Landesjägermeister Anton Larcher. „Wir erleben in der täglichen Revierarbeit sehr unmittelbar, wie sich das Verhalten des Wildes verändert – sei es durch zunehmende Störungen im Lebensraum oder durch witterungsbedingte Verschiebungen.“
Rahmenbedingungen verändern sich laufend
Die veränderten Rahmenbedingungen – etwa durch Witterungseinflüsse, Lebensraumveränderungen oder auch eine intensivere Freizeitnutzung der Wälder – würden jedenfalls immer mehr flexible und abgestimmte Maßnahmen verlangen. Um das Gleichgewicht zwischen Wald und Wild nachhaltig zu sichern, bleibe eine Fortführung und Weiterentwicklung der bisherigen Anstrengungen wesentlich.
Ein zentraler Schwerpunkt bleibt die Bekämpfung der Rotwild-Tuberkulose (TBC). Die seit Jahren etablierten Überwachungs- und Bekämpfungsmaßnahmen bei Wild- und Nutztieren ermöglichen eine frühzeitige Erkennung sowie gezielte Reaktionen, wodurch Infektionen in einem sehr frühen Stadium erkannt und eine Weiterverbreitung weitgehend verhindert werden kann.
Für uns Jäger war das vergangene Jagdjahr in vielerlei Hinsicht fordernd.

Anton Larcher, Landesjägermeister Tirol
Bild: Die Fotografen Charly Lair
So werden im Anschluss an den Almabtrieb jeweils im Spätherbst alleine in Tirol jährlich ungefähr 4000 Rinder in rund 500 Betrieben untersucht. 2025 waren zwei Rinder in zwei Beständen (Bezirk Landeck) betroffen.
Screeningprogramm bei Rotwild
Auch beim Rotwild wird durch ein umfassendes Untersuchungs- und Screeningprogramm jährlich ein genaues Lagebild geschaffen. Im Jagdjahr 2025/26 wurden 583 Stück Rotwild untersucht, wobei 27 positive Fälle festgestellt wurden (23 im Bezirk Landeck, vier im Bezirk Reutte). Zudem hat man in der Schwerpunktregion im hinteren Lechtal zehn weitere positive Fälle festgestellt.
Maßnahmen konsequent weiterführen
„Gerade in einzelnen Regionen macht die Entwicklung deutlich, wie wichtig es ist, die eingeschlagenen Maßnahmen konsequent weiterzuführen“, betont Landesveterinärdirektor Matthias Vill. „Die bisherigen Fortschritte sind das Ergebnis eines engen Zusammenspiels aller Beteiligten. Gleichzeitig ist klar, dass wir diesen Weg auch konsequent weitergehen müssen, um die TBC-Situation nachhaltig zu verbessern.“
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