FPÖ will Abstimmung

Kommune„hängt“ an Brunnen: Ortschef hat Wasserdeal

Niederösterreich
01.04.2026 05:30

Der Ortschef von Haringsee setzt sich für Versorgungs-Sicherheit ein – und das will Roman Sigmund durch eine öffentliche Wasserleitung erreichen – derzeit pumpt man in der 1500-Einwohner-Gemeinde aus Hausbrunnen. Nun hat der ÖVP-Bürgermeister durch Förderungen eine Anschlussgebühr um die Hälfte eingefädelt – aber: Plötzlich will die FPÖ-Opposition beim alten System bleiben, hat beim „Deal“ aber trotzdem zugestimmt und schon viele Unterschriften gesammelt . . .

Für viele in der heutigen Zeit kaum zu glauben – aber es gibt sie noch: Gemeinden, deren Häuser nicht an eine Trinkwasserleitung angeschlossen sind, sondern sich durch eigene Hausbrunnen mit dem wertvollen Nass versorgen. Eine der wenigen derartigen Kommunen ist Haringsee im Bezirk Gänserndorf mit seinen zwei Katastralorten – in Summe sind die knapp 1500 Einwohner von Wasserstand und Qualität der Hausbrunnen abhängig. Dies mag zwar für manche eine kostengünstige Lösung darstellen, abgesehen von den regelmäßig notwendigen Hygieneuntersuchungen. In anderen Kommunen jedoch kennt man derartige Systeme hierzulande lediglich etwa für die Bewässerung der Gärten.

Pläne mit verbesserten Anschlussbedingungen endlich bereit
Die Versorgung soll auf einen Anschluss an das EVN-Trinkwassernetz umgestellt werden. Pläne dazu gibt es schon seit 2018, sogar mit durchgehend einstimmigen positiven Beschlüssen. Corona & Co., der technisch-organisatorische Aufwand und mehr haben das Projekt bislang jedoch immer wieder aufgeschoben. Jetzt ist man in der Zielgeraden, aber die örtliche FPÖ funkt mit einer Unterschriftenaktion – unter anderem mit dem Argument bezüglich höherer Kosten – dazwischen.

Für die Zuleitungen sind 50 Prozent Rabatt nun „im Angebot“
Dabei hat Bürgermeister Roman Sigmund erst kürzlich einen guten Deal eingefädelt (dem übrigens auch die FPÖ zugestimmt hatte): Da im Ort großflächige Lagerhallen vorhanden sind, konnte eine Co-Finanzierung auf Schiene gebracht werden: Die Wasseranschlussabgabe würde sich halbieren. Trotzdem hält die Opposition an ihrem Vorhaben fest und hat schon genügend Unterschriften gesammelt, die jetzt geprüft werden. Falls eine Volksbefragung durchgeht, wird Haringsee weiter an ihren Brunnen „hängen“ – oder es wird die Versorgungssicherheit durch eine Kooperation mit der „EVN-Wasser“ doch Realität.

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