19.06.2014 19:57 |

Gruppe C

Kolumbien besiegt Elfenbeinküste mit Mühe 2:1

Das Duell zwischen Kolumbien und der Elfenbeinküste wird nicht nur wegen des wenig glamourösen 2:1 nicht in die Geschichte der größten WM-Spiele aller Zeiten eingehen. Sowohl die Südamerikaner als auch die Afrikaner erweckten lange Zeit den Eindruck, als könnten sie nach ihren Auftaktsiegen auch mit einem Remis leben. Erst ab Mitte der zweiten Hälfte nahm das Spiel mit der Führung Kolumbiens durch James Rodriguez (65.) an Fahrt auf. Als Juan Quintero auf 2:0 stellte (70.), schienen die Südamerikaner einer ruhigen Schlussphase entgegenzugehen - Gervinho machte die Geschichte mit dem Anschlusstor (73.) zwar noch einmal spannend, eine Wende gab er dem Spiel aber nicht mehr.
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Sowohl Kolumbien als auch der Elfenbeinküste war vom Start weg anzumerken, dass sie mit Siegen in die WM gestartet waren. Beide Teams begannen betont zurückhaltend, mehr als eine Halbchance für die Südamerikaner durch Teofilo Gutierrez (6.), der nach einem Querpass von James Rodriguez den Ball aber nicht richtig traf, konnte man zunächst nicht bestaunen. Den ersten Aufreger der Partie gab es unmittelbar darauf: Weil Fans einen überdimensionierten Fußball aufs Spielfeld bugsiert hatten, ließ Schiedsrichter Howard Webb das Match kurz unterbrechen.

Die Stimmen zum Spiel finden Sie in der Infobox!

Kolumbien-Ass James Rodriguez zeigte kein Erbarmen, riss dem Ball das Ventil aus seinem runden Leib und warf ihn dann emotionslos vom Platz. Zufall oder nicht, ab diesem Moment nahm das Spiel etwas Fahrt auf. Der letzte – oftmals aber auch schon der vorletzte – Pass wollte aber dennoch nicht und nicht gelingen: So etwa bei Cuadrado-Hereingaben (9., 13., 17.), Gervinho-Zuspielen (9., 11.) einem Yaya-Toure-Freistoß (12.) und einem zu weiten Martinez-Pass (14.).

Gutierrez vergibt Riesenchance auf Kolumbiens 1:0
Die 100-prozentige Chance aufs 1:0 für Kolumbien vergab dann Gutierrez, als er einen Konter nach herausragender Vorarbeit des bärenstarken Cuadrado im Strafraum freistehend neben das Gehäuse der Ivorer abschloss (28.). Im Gegenzug kam Gervinho nach einem Doppelpass gerade nicht zum Abschluss, weil Juan Camilo Zuniga den Ball einen Hauch vor ihm erwischte. Wenig später fasste sich Serge Aurier ein Herz und schoss aus 25 Metern flach aufs kolumbianische Tor – Goalie David Ospina hatte den Ball zwar sicher, die beste Chance für die Afrikaner bis zu diesem Zeitpunkt war's dennoch. Doch anschließend ging's wieder weiter mit den Ungenauigkeiten im Spiel beider Mannschaften: So fanden Passversuche von Rodriguez nicht zu Gutierrez sowie Cuadrado (37., 41.) und Gervinho dribbelte sich erst im Kolumbien-Strafraum fest, ehe Max Gradel beim Abschlussversuch nur einen eigenen Mann traf (43.).

Kolumbianer gehen in Führung und legen einen Gang zu
Durchgang zwei begann zunächst so, wie Durchgang eins aufgehört hatte - mit Ungenauigkeiten von Gervinho (48.), Victor Ibarbo (49.), Yaya Toure (50., 52./Freistoß), Cuadrado (51.) und Wilfried Bony (56./Seitfallzieher). Für Letzteren kam wenig später der lange Zeit auf der Bank gesessene Ivorer-Superstar Didier Drogba– und der spielte dann auch gleich eine Hauptrolle. Denn bei einem Corner der Kolumbianer verlor er im Zusammenspiel mit Didier Zokora das Kopfballduell gegen Rodriguez, der wuchtig zum 1:0 für Kolumbien einköpfte (65.). Die Afrikaner hatten sich im plötzlich um Klassen besser gewordenen Spiel noch gar nicht richtig gesammelt, da stand es bereits 2:0 für die Südamerikaner: Nach einem Patzer von Basel-Legionär Serey Die im Spielaufbau kam Juan Quintero an den Ball und behielt vor dem Ivorer-Goalie Boubacar Barry die Nerven – 2:0 (70.)!

Elfenbeinküste schlägt zurück, Wende bleibt aber aus
Nach diesem Nackenschlag waren die Ivorer aber sofort wieder hellwach, denn keine drei Minuten später waren sie wieder bis auf ein Tor an den Kolumbianern dran: Gervinho zog vom linken Flügel dynamisch in den Strafraum und traf wuchtig ins kurze Eck (73.). Goalie Ospina war zwar dran, aber gegen den scharfen Schuss hatte er keine echte Chance. Mit ihrer aufs 1:2 folgenden Schlussoffensive kreierten die Ivorer zwar noch einige gefährliche Szenen, doch ein Drogba-Schuss (76.), eine Aurier-Flanke (80.) und ein Bolly-Kopfball (84.) fanden nicht den Weg ins Tor. Die allerletzte Chance vergab schließlich Drogba, der nach einem Fehler von Mario Yepes auf und davon, aber gegen Kolumbiens Goalie Ospina den Kürzeren zog (93.).

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