Debatte in der Kirche

Steirische ÖVP-Chefin für Ende des Pflichtzölibats

Steiermark
11.03.2026 10:40

Die Debatte um ein Ende des Pflichtzölibats für Pfarrer ist – zumindest in Österreichs katholischer Kirche – eröffnet. Die steirische Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) ist am Mittwoch zu Gast bei der Bischofskonferenz und bezieht davor Position. 

Die öffentlichen Auftritte des Wiener Dompfarrers Toni Faber mit weiblicher Begleitung haben die Debatte befeuert, wie sinnvoll im Jahr 2026 noch ein Festhalten am Pflichtzölibat ist. Der neue steirische Weihbischof Johannes Freitag hat sich ja bereits im Vorjahr in einem „Krone“-Interview offen für Veränderungen gezeigt.

Dieser Tage findet die österreichische Bischofskonferenz im oststeirischen St. Johann bei Herberstein statt. Dort ist heute Abend die steirische Regierungsspitze mit Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) und seiner Stellvertreterin und ÖVP-Chefin Manuela Khom zu Gast. Die Murauerin bezog Mittwochvormittag zum Thema Zölibat Stellung. 

„Es ist gut und richtig, dass diese Debatte ehrlich und offen geführt wird. Die Kirche steht – wie viele Institutionen – vor großen gesellschaftlichen Veränderungen. Umso wichtiger ist es, Fragen, die viele Gläubige bewegen, auch offen anzusprechen“, sagt Khom. „Eine Kirche, die sich mit der Lebenswirklichkeit der Menschen auseinandersetzt und bereit ist, über Veränderungen nachzudenken, schafft Vertrauen und Kraft.“

„Priesterlichen Dienst mit Familie verbinden“ 
Entscheidend ist für Khom die Wahlfreiheit: „Ich halte es für einen guten Weg, wenn Priester künftig selbst entscheiden können, ob sie im Zölibat leben möchten oder nicht. Wer sich bewusst für ein zölibatäres Leben entscheidet, soll diesen Weg weiterhin gehen können – gleichzeitig sollte es aber auch möglich sein, den priesterlichen Dienst mit einer Familie zu verbinden. Solange Gott im Mittelpunkt steht, sollten aus meiner Sicht beide Lebenswege möglich sein.“

Keine Debatte bei der Bischofskonferenz
Seitens der Bischofskonferenz wurde klargestellt, dass das Thema nicht auf der Tagesordnung der viertägigen Beratungen der Bischöfe aufscheine und daher auch keine Beschlüsse zu erwarten sind. „Selbstverständlich gibt es zu diesem Themenbereich in der katholischen Kirche und unter den Bischöfen schon länger eine offene Debatte. Sie findet nicht nur in Österreich, sondern im Rahmen des weltweiten Synodalen Prozesses auch auf Ebene der Weltkirche statt“, hieß es.

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