Zukunftspläne fixiert

Warum Tiroler Riederbau nach München expandiert

Tirol
25.02.2026 12:00

Neuer Aufbruch nach 70 Erfolgsjahren: Riederbau aus Schwoich erweitert die Geschäftsführung und übernimmt zu 75 Prozent eine Firma aus Bayerns Hauptstadt. Der bisherige „Solo-Chef“ Anton Rieder erklärte, warum Tirol als alleiniger Standort zu wenige Perspektiven bietet.

Das Unternehmen Riederbau aus Schwoich (350 Mitarbeiter, zuletzt 75 Millionen Euro Bauleistung) verteilt die wachsenden Aufgaben auf mehrere Schultern. Anton Rieder installierte mit Lukas Hechenblaickner und Raphael Lindermayr zwei neue Geschäftsführer: „Die Aufgaben werden größer, bisher habe ich oft alleine zwischen Tür und Angel entschieden“, meinte der Unternehmer und Vize-Bundesinnungsmeister vor der Presse schmunzelnd.

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Es wäre unverantwortlich, wenn das Wohl des Unternehmens dauerhaft von einer Person abhängt.

Anton Rieder

Von der HTL bis in die Chefetage
Das ergänzende Führungsduo begann nach der HTL bei Riederbau und stieg bis in die Chefetage auf. Hechenblaickner widmet sich vor allem der Weiterentwicklung des Riederbau-Holzbausystems: „Systematisierung und Vorfertigung bieten enormes Zukunftspotenzial.“ Lindermayr fokussiert sich auf die Optimierung der Bauprozesse. Mit „Design & Build“, also der Verzahnung von Planung und Ausführung, will man Schnittstellen verringern.

Präsentation der Pläne: Raphael Lindermayr, Ulrike Renner-Kästner (Firma Renner, München), Anton ...
Präsentation der Pläne: Raphael Lindermayr, Ulrike Renner-Kästner (Firma Renner, München), Anton Rieder und Lukas Hechenblaickner (von links).(Bild: ALEX_GRETTER)

Wohnbau schrumpft, im Tourismus ist es „genug“
In Tirol sieht man die Wachstumschancen eher beschränkt. „Beim Wohnbau wird ein dauerhafter Einbruch um die Hälfte prognostiziert“, blickte Rieder voraus – um beim Tourismus sei immer öfter ein „genug“ zu hören.

Münchner Spezialist für Baustellen mitten in der City
Die Reaktion ist nun die Expansion nach München (8000 bis 10.000 neue Wohnungen jährlich). Riederbau übernimmt 75 Prozent der Michael Renner Bauunternehmung GmbH. Inhaberin Ulrike Renner-Kästner behält 25 Prozent und lobte das authentische Auftreten der Tiroler und deren Innovationskraft. Das Münchner Unternehmen (rund 60 Mitarbeiter) gilt als Spezialist für urbanen Hochbau und für die logistischen Herausforderungen in engen Innenstadt-Baustellen.

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