Feiern in Österreich

Zwei Tote und zahlreiche Verletzte an Silvester

Österreich
02.01.2006 08:41
Die Silvesterfeierlichkeiten haben auch heuer zahlreiche Opfer gefordert. In Kärnten stürzte ein 18-jähriger Schüler vom Dach einer Almhütte ab, schlug mit dem Kopf auf einer Steinstiege auf und starb. In der Steiermark starb ein 61-jähriger Südsteirer nach einem Unfall mit Feuerwerkskörpern, zwei Personen wurden schwer verletzt. In den übrigen Bundesländern verlief der Jahreswechsel aber friedlich.

13 Jugendliche hatten sich auf der Almhütte in rund 1.500 Meter Seehöhe zur Feier des Jahreswechsels getroffen, im Zuge derer reichlich Alkohol floss. Der 18-jährige Marc Gfrerer aus Paternion im Bezirk Villach-Land ging gegen 23.15 Uhr in den ersten Stock des Gebäudes, in dem sich die Schlafräume befanden. Von dort gelangte er aus bisher unbekannten Gründen durch ein Gaupenfenster auf das Dach der Hütte und rutschte ab.

Der Schüler stürzte rund viereinhalb Meter tief ab und schlug mit dem Kopf auf einer Steinstiege des Eingangsbereichs auf. Als sein lebloser Körper knapp vor Mitternacht gefunden wurde, versuchte zuerst einer seiner Freunde und anschließend der Notarzt, den Schüler zu reanimieren. Gegen 1.15 Uhr musste der Arzt eingestehen, dass Gfrerer nicht mehr geholfen werden konnte. Als Todesursache wird Genickbruch vermutet. Die Erhebungen der Polizei waren am Sonntag noch im Gange.

Weiteres Todesopfer in der Steiermark
In der Steiermark gibt es ein Todesopfer der Silvester-Knallerei zu beklagen: Der 61-jährige Franz K., der in Straß im Bezirk Leibnitz beim Hantieren mit Knallkörpern schwer verletzt worden war, verstarb in den Morgenstunden des des Neujahrstages im LKH Graz. Der Mann hatte einen Karton mit zwölf Feuerwerkskörpern chinesischer Provenienz zünden wollen und sich dabei schwere Kopfverletzungen zugezogen. Zwei Verletzte forderte die Explosion einer Gaskartusche im Bezirk Murau.

Zahlreiche Einsätze in Vorarlberg
Eine unruhige Silvesternacht hatten auch die Einsatzkräfte in Vorarlberg. In der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Feldkirch wurden mehr als 70 Einsätze gezählt. Es handelte sich um Verletzungen durch Silvesterraketen, um kleinere Brände, aber auch um "Alkohol-Leichen" und zwei Fälle geschlechtlicher Nötigung.

Relativ ruhiger Jahreswechsel in Wien
In Wien verlief der 16. Silvesterpfad trotz hoher Besucherzahlen friedlich. 650.000 Besucher zählten die Veranstalter in der Wiener Innenstadt. Dies bedeutet eine Steigerung um 30.000 gegenüber dem Vorjahr. 25.000 Besucher rutschten beim Innsbrucker Bergsilvester ins neue Jahr. Relativ friedlich verliefen die Silvesterfeierlichkeiten auch in Salzburg, elf Personen wurden durch Knallkörper verletzt.

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