







Beim Faschingsumzug am Samstag in Kalsdorf wurden aus Sicherheitsgründen große Wägen und Busse erstmals verboten. Das trübte die Stimmung bei den Teilnehmern ein wenig – Zuschauer kamen dennoch viele.
Zirkusturner, Honigbienen und Sturzpiloten: Kalsdorf hat sich herausgeputzt. Unter die Meute hat sich auch ein Faschingsprinz gemischt, es ist Bürgermeister Manfred Komericky: „Der Umzug hat schon Tradition, er steigt zum 43. Mal. Das Besondere bei uns ist die Interaktion zwischen den Gruppen und den Zuschauern.“
Absperrgitter sind hier weit und breit nicht zu sehen. Kinder wuseln auf der Straße herum, die Leute verteilen Krapfen aus Bauchläden. Was heuer jedoch fehlt, sind große Wägen und Busse. Noch im Vorjahr durften Gäste jederzeit in den Gefährten Platz nehmen, heute gehen nur fünf kleine Traktoren an den Start. Er habe sich immer Sorgen um die Sicherheit gemacht, sagt der SPÖ-Ortschef, „irgendwann musste ich Verantwortung übernehmen“.








„Happy Valentine“, grölt eine Gruppe aus roten Herzerln – passend zum 14. Februar. In den aufwendigen Kostümen stecken faschingserfahrene Gemeindemitarbeiter: „Wir sind jedes Jahr dabei. Ein bisschen trübt es schon die Stimmung, dass es heuer keine Großwägen gibt.“ Michael und Gernot, die beim Standl Bier ausschenken, geben ihnen recht: „Die Umzugswägen haben immer für die meiste Stimmung gesorgt.“
Schwarzer Bus bleibt am Parkplatz stehen
Etwas abseits steht ein großer schwarzer Bus mit der Aufschrift „Keine Lizenz zum Fahren“. Letztes Jahr saß der ÖVP-Vizebürgermeister noch hinterm Steuer, heuer bleibt der Motor kalt. „Wir finden das sehr schade“, sagt Michael Konrad, „dabei war es nie gefährlich, es gab keinen einzigen Zwischenfall“.
Doch es gibt auch positive Reaktionen: Papa Schlumpf alias Jürgen findet die neue Regelung „sehr gut“. „Es ist viel Alkohol im Spiel, da kann ich die Entscheidung nachvollziehen.“ Fünf kleine Wägen und 33 Gruppen waren es schlussendlich an der Zahl – Komericky ist zufrieden mit dem Andrang. „Die Alternative wäre gewesen, alles mit Gittern abzusperren“, sagt er. Ob es bei dieser Lösung bleiben soll? „Wir werden das Konzept nach dem heutigen Tag nochmals evaluieren.“
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