„Vier minus drei“

Film über den größten Verlust:“Es war hart“

Unterhaltung
14.02.2026 06:00

Die wahre Geschichte einer Frau, die ihre Familie bei einem Unfall verliert, erzählt „Vier minus drei“. Die „Krone“ berichtet live von der Berlinale. 

Es hat mich einfach fasziniert, wie diese Frau durch diese Trauer durchkommt. Was ihr passiert ist, ist ja wohl das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Da gibt es nichts Vergleichbares.“ Der Salzburger Regisseur Adrian Goiginger hat die wahre Geschichte der Barbara Pachl-Eberhart verfilmt.

Ihr Mann und ihre zwei kleinen Kinder starben 2008 bei einem Verkehrsunfall in der Steiermark. Sie hat das Erlebte im Buch „Vier minus drei“ aufgearbeitet, das nun auch die Grundlage für den Film ist, der in Kürze bei der Berlinale Premiere feiert und ab 6. März überall im Kino zu sehen sein wird: „Barbara war von Anfang bis Ende involviert. Sonst hätte das nicht geklappt. Wir haben stundenlang über ihr Leben geredet. Was sie geschafft hat, ist für mich das Zeugnis dafür, dass Menschen eine wahnsinnige Kraft entwickeln können. Ich bin mir sicher: Das ist inspirierend für ganz viele Menschen“, so Goiginger, der selber zwei kleine Kinder hat und den Dreh als „hart und emotional“ bezeichnet: „Aber wir haben das als Team gemeinsam durchgestanden.“

Neben Pachner stand Robert Stadlober . . .
Neben Pachner stand Robert Stadlober . . .(Bild: Alamode Film Polyfilm)
. . .für Goiginger (o.) vor der Kamera.
. . .für Goiginger (o.) vor der Kamera.(Bild: Steven Ludtke / GIGANTEN)
Stefanie Reinsperger (li.) spielt in „Vier minus drei“ eine enge Freundin der Familie. Kinostart ...
Stefanie Reinsperger (li.) spielt in „Vier minus drei“ eine enge Freundin der Familie. Kinostart ist am 6. März.(Bild: Alamode Film Polyfilm)

Die Hauptrolle der Barbara spielt Valerie Pachner aus Oberösterreich. Sie spürte eine große Verantwortung dabei: „Das ist immer so, wenn ich Charaktere spiele, die ein reales Vorbild haben, aber in dem Fall besonders.“ Deshalb war die Erleichterung groß, als Rückmeldung von Pachl-Eberhart kam: „Barbara hat mir eine sehr schöne Nachricht geschickt, nachdem sie den Film gesehen hatte. Sie schrieb mir, dass es etwas anderes ist, aber genauso wahr.“

Denn wie bei jeder Verfilmung ist natürlich auch ein Stück künstlerische Freiheit dabei. Etwas wurde aber ganz bewusst im Film belassen: Dass sowohl Pachl-Eberhart als auch ihr Mann Heli (gespielt von Robert Stadlober) als Clowns tätig waren: „Was mich gereizt hat, war das Spannungsfeld der Geschichte zwischen tiefer Trauer und viel Helligkeit, die vor allem aus der Clown-Welt kommt. Das Clown-Sein hat Barbara auch sehr geholfen, mit ihrer Trauer umzugehen.“

Wichtig sei auch gewesen, viele Facetten der Trauer darzustellen, was jedoch an die Substanz gegangen sei: „Es setzt einem schon zu. Nach dem Dreh war ich richtig geschlaucht. Das ist mir sehr nahe gegangen, man steckt da mit allen Gefühlen drin.“

Was die Schauspielerin („Ein verborgenes Leben“) am Weg von Pachl-Eberhart am meisten bewundert? „Ihre Gabe, mit dem, was ihr das Leben gibt, umzugehen.“

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