Start der 13. Staffel

„2 Minuten, 2 Millionen“: Dauerbrenner geht weiter

Unterhaltung
09.02.2026 06:00

Morgen, am 10. Februar (20.15 Uhr, Puls4), geht der Wirtschafts-Dauerbrenner „2 Minuten, 2 Millionen“ in seine bereits 13. Staffel. Neu sind Markttests, die Produkte noch näher zu den Konsumenten bringen sollen. Die Investoren Katharina Schneider und Erich Falkensteiner gaben der „Krone“ vorab Einblicke in ihre Entscheidungen.

Wirtschaft spannend und für jedermann aufbereitet – so kann man das Erfolgskonzept von „2 Minuten, 2 Millionen“ zusammenfassen. Morgen (20.15 Uhr, Puls4) geht die Erfolgsserie bereits in ihre 13. Staffel und neuerlich wurde an Schrauben gedreht. So geht es etwa vom Pitch der Bewerber direkt zu den Konsumenten. Wie schon in der letzten Staffel ist „Tchibo Österreich“ wieder mit an Bord, um die Produkte der Start-Ups mittels „Start-Up-Ticket“ direkt in die 120 Filialen und den Online-Shop des Unternehmens zu platzieren. „Die positive Resonanz unserer Kunden im vergangenen Jahr war eine wunderbare Bestätigung für unser Engagement und zugleich an Ansporn für die neue Saison“, so Marketingchefin Charlotte Braunstorfer, „wir möchten mit innovativen Gründern und spannenden Produktlösungen den Alltag vieler Menschen verschönern.“

Marktanalyse als neues Tool
Mit dabei ist auch das Unternehmen „Marketagent“, das die Konzepte für jeden Pitch auf Herz und Nieren geprüft hat. Bevor die Start-Ups die potenziellen Investoren treffen, werden ihre Produkte und Ideen bereits von 500 repräsentativ befragten Österreichern getestet. So zeigt sich früh, wie groß Interesse, Vertrauen, Innovationsgrad oder Kaufbereitschaft wirklich sind. Die Ergebnisse werden in der Show vorgestellt und geben einen zusätzlichen Blick von außen. „So sehen Publikum und Investoren nicht nur starke Pitches, sondern auch, wie marktfähig eine Idee tatsächlich ist – basierend auf verlässlichen Daten“, beteuert Geschäftsführer Thomas Schwabl. Das sechsköpfige Investorenteam hat sich längst eingespielt und bleibt unverändert. Mehr als 50 Start-Ups treten vor die Runde und versucht, so viel Unterstützung wie möglich für die eigenen Ideen zu bekommen.

Hotelier Erich Falkensteiner hat nichts dagegen, wenn mit der Businesspräsentation auch etwas ...
Hotelier Erich Falkensteiner hat nichts dagegen, wenn mit der Businesspräsentation auch etwas Humor mit einhergeht.(Bild: Gerry Frank Photography)

Die nackten Zahlen können sich sehen lassen. In den bisherigen zwölf Staffeln haben sich mehr als 770 Start-Ups vorgestellt, insgesamt wurden nicht weniger als 91 Millionen Euro investiert. Für „Permedio“-CEO Katharina Schneider ist die menschliche Komponente dahinter noch immer die wichtigste, wie sie im „Krone“-Talk verrät: „Sie sind letztendlich jene, die das jeweilige Business vorantreiben sollen. Es wird sehr oft danach gefragt, ob wir nicht nur investieren, sondern auch den Vertrieb machen und unser Netzwerk einbringen, aber es ist nicht unsere Aufgabe, dass wir bei einem Start-Up operativ arbeiten.“ Freilich kommt es bei den Investoren auch auf den jeweiligen thematischen Schwerpunkt an. „Bei mir ist es Innovation. Entweder im Produktbereich oder immer stärker im Gesundheits- und Medizinbereich.“

Fokus auf Innovation
Wie schwierig das Gründen eines eigenen Unternehmens ist, ist Schneider voll bewusst. „Es ist eine Hochschaubahn der Gefühle und es steckt richtig viel Arbeit dahinter. Man braucht ein ganz anderes Mindset und ist sieben Tage die Woche damit beschäftigt. Dieses Bewusstsein will ich bei den Leuten schaffen, denn wenn jemand meint, er kann das so nebenbei an drei Tagen in der Woche schupfen, dann wird das unter Garantie nicht funktionieren.“ Innovative Produkte zu haben ist nicht selbstverständlich. „Eine Innovation ist etwas, was man in der Form noch nicht kennt oder was noch nicht den Alltag erreicht hat. Früher fragten sich die Leute, wozu man eine Glühbirne braucht – heute können wir uns ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen. Innovative Produkte betreten einen schmalen Grat, denn am Ende muss man ein Geschäftsmodell daraus machen und es muss eine Nachfrage seitens der Konsumenten geben.“

Für Katharina Schneider ist Innovation besonders wichtig. Nur so kann ein Produkt vollends ...
Für Katharina Schneider ist Innovation besonders wichtig. Nur so kann ein Produkt vollends überzeugen.(Bild: Gerry Frank Photography)

Wenn es zum Produkt passt, darf auch der Humor nicht fehlen. So bietet etwa „Coco Charlie“, ein Vorarlberger, der nach Bali ging und dort Grillbriketts aus Kokosnussschalen verkaufte und das auch in Österreich salonfähig machen will, seine Waren mit viel „Schmäh“ feil. „Es tut immer gut, wenn man das Business mit Humor verbinden kann“, erzählt Hotelier Erich Falkensteiner der „Krone“ nach der Vorstellung, „bei meinen Entscheidungen redet immer der Bauch mit. Nur Hirn wäre zu wenig, es braucht die goldene Mitte.“ Falkensteiner hat für seine Investitionsbereitschaft eine dreistufige Säule. „Erstens ist es die Überzeugungskraft des Menschen, der dahintersteht. Zweitens muss das Produkt immer skalierbar sein und drittens muss es international auf den Markt gebracht werden können. Jeder kann mal hinfallen, das ist mir selbst auch schon oft genug passiert. Entscheidend ist, dass man immer wieder aufsteht und sich nicht entmutigen lässt.“

Richtige Entscheidungen treffen
In welchen Branchen macht es derzeit überhaupt Sinn, mit neuen Ideen aufzuwarten? „Durch die künstliche Intelligenz öffnen sich ganz neue Geschäftsfelder“, so Schneider, „alles, was im Gesundheitsbereich passiert und dort den Menschen die Arbeit erleichtern kann, wird Chancen haben. Die KI ist gekommen, um zu bleiben. So viel steht fest. Man muss jetzt die richtigen Entscheidungen treffen, denn das erhöht die Chance, bei der aktuellen Welle vorne mit dabei zu sein.“ Doch wo Veränderungen, dort auch stets die Angst vor ebenjenen. „Angst hat immer mit Ablehnung zu tun. So wie Innovationen für das Gute eingesetzt werden können, können sie auch zum Feind des Menschen werden. Ich bin dahingehend sehr humanistisch veranlagt. Alles, was ich mache, soll die Menschen und die Umwelt unterstützen.“

Humoriger Auftritt: Der Vorarlberger „Coco Charlie“ will sein Produkt aus Bali auch hierzulande ...
Humoriger Auftritt: Der Vorarlberger „Coco Charlie“ will sein Produkt aus Bali auch hierzulande salonfähig machen – und sucht finanzielle Unterstützung.(Bild: Gerry Frank Photography)

Über die Jahre hat Schneider an einer gewissen Strenge zugelegt. „Ich schaue heute wirklich sehr genau hin und prüfte gut, bevor ich investiere. Das habe ich aus den letzten Jahren gelernt. Man lernt im besten Fall immer aus der Vergangenheit und eine Lehre war, lieber doppelt hinzuschauen.“ Als Faustregel gilt, dass ungefähr zehn Prozent von allen Gründern überleben oder erfolgreich wirtschaften. „Das ist die Formel, ungefähr 90 Prozent scheitern. Für einen Investor bedeutet das, dass die zehn erfolgreichen Prozent die anderen 90 Prozent tragen müssen, um keinen Verlust zu haben. Ein Investment in Start-Ups gehört zu den größten Risikokapitalen überhaupt.“ Man darf gespannt sein, welche Ideen dieses Mal gepitcht werden und vielleicht auch auf Anklang bei den Investoren stoßen. Der Hype um „2 Minuten, 2 Millionen“ bleibt jedenfalls ungebrochen.

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