Knapp über zwei Jahre waren die Zeller Eisbären in der Alps Hockey League gegen die Red Bull Juniors unbesiegt. Und sie sollten es inklusive Geduldsprobe auch nach dem Final-Hinspiel um die Österreichische Meisterschaft am Donnerstag bleiben. Die Umstände sorgten aber dafür, dass ein fader Beigeschmack blieb.
Ausverkauftes Haus meldete der aktuelle Tabellenführer der Meisterrunde der AHL. Knapp 2900 Fans wollten sich das Salzburg-Derby um die rot-weiß-rote Krone nicht entgehen lassen. Doch: Sie mussten 30 Minuten länger warten. Weil die Gäste aus der Landeshauptstadt aufgrund eines heftigen Verkehrsunfalls in Saalfelden ausgebremst wurden, hieß es, sich erst einmal in Geduld zu üben. Dass die Eisbären seit knapp über zwei Jahren daheim nicht mehr gegen den Bullen-Jungbrunnen verloren hatten, zelebrierte man erst mit Rainermarsch und Flammenwerfer auf dem Eis. Und immerhin: Die Serie sollte im Final-Hinspiel auch halten.
Blitztor leitete die Wende ein
Die Hausherren fanden nur schwer in die Partie, gingen aber in Führung. In der Schlussminute des Startdrittels fiel Predan der Puck vor die Füße, Putnik staubte ab (20.). Die kalte Dusche folgte prompt: 45 Sekunden nach Wiederbeginn fälschte Auer Eliseevs Schuss von der blauen Linie unhaltbar ab. Als Gesson nach Schuster-Zuspiel frei auf 1:2 aus Zeller Sicht stellte (29.), wurde es leise in der Halle.
Doch die Eisbären ihrerseits behielten die Nerven und drehten den Spieß um. Im Schlussdrittel dauerte es in Überzahl nur 17 Sekündchen, bis Coffman zum Ausgleich traf. Und es kam noch besser, denn Reiner verwertete einen Tomazevic-Traumpass halbhoch im kurzen Eck (47.). Würden die Pinzgauer mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck zum Rückspiel am Samstag nach Salzburg fahren? Nein! Stefflers Strafe nutzten die Juniors, Lanzinger glich nach Bandenabpraller hinter dem Tor noch zum 3:3 aus (58.).
“Spät und unglücklich, aber nichts verloren“
Zell-Goalie Alexander Schmidt bilanzierte: „Im dritten Drittel haben wir die Überhand gehabt, sehr dominant gespielt und leider ein, zwei Chancen ausgelassen. Wir haben dann spät und unglücklich den Ausgleich bekommen, aber es ist nichts gewonnen und nichts verloren. Es könnte schlimmer sein und oft ist eine Ein-Tor-Führung eh das Schlimmste im Eishockey. Wir freuen uns auf Samstag.“ Da entscheidet ein einfacher Sieg nach 60 Minuten, Verlängerung oder im Shoot-out. Dann steht aber umgekehrt der Heimlauf der Juniors im Derby auf dem Spiel.
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