Verboten und ungesund

Brot ist für Wildvögel gefährliche Nahrung

Vorarlberg
11.02.2026 15:45
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Gute gemeint, aber leider nicht sinnvoll: Wer Wildvögel mit Brot füttert, riskiert, dass die Tiere leiden und sogar an den Folgen der Nahrungsaufnahme sterben. Der Naturschutzbund empfiehlt, auf Fütterung generell zu verzichten. 

Gerade im Winter lösen Vögel, die auf schneebedeckten Flächen nach Nahrung suchen, bei Menschen Mitleid aus – der Griff zu altem Brot sieht nach einer vernünftigen und tierfreundlichen Hilfsaktion aus – ist es aber nicht. Der Naturschutzbund warnt davor, Wildtiere mit Brot und Gebäck zu füttern.

Brot besteht zum überwiegenden Teil aus Weißmehl, Hefe, Salz, Zucker und Zusatzstoffen. Diese Bestandteile kommen in der natürlichen Nahrung von Wildenten und Wildvögeln nicht vor und können vom Körper der Tiere nur schlecht oder gar nicht verwertet werden. Die Folgen einer Fütterung können weitreichend sein: So fühlen sich die Tiere zwar satt, nehmen aber keine lebenswichtigen Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Proteine auf. Das kann zu Mangelerscheinungen führen.

Durch die Schwächung des Immunsystems werden die Wildtiere anfälliger für Infektionen, Parasiten und Viruserkrankungen. Schließlich quillt Brot im Magen auf, gärt und kann zu schmerzhaften Verdauungsstörungen und sogar zum Tod führen. Gefährlich wird es auch, wenn verschimmeltes Brot verfüttert wird, diese Pilze können für die Tiere hochgiftig sein und entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen.

Missbildungen infolge von falscher Fütterung
Bei Jungvögeln kann die Brotfütterung zu besonders drastischen Folgen führen, so wachsen die Flügelknochen falsch ernährter Vögel unkontrolliert – die Tiere können die Flügel nicht mehr anlegen und auch nicht fliegen. 

In Vorarlberg ist das Füttern mit Brot von Wildenten und Wildvögeln ausdrücklich verboten. Wer es trotzdem tut, nimmt es in Kauf, wegen einer Verwaltungsübertretung zur Rechenschaft gezogen zu werden. Geldstrafen in der Höhe von mehreren hundert Euro sind möglich.

Am besten ist es laut Naturschutzbund, Wildtiere gar nicht zu füttern, sondern nur aus der Distanz zu beobachten. Auch in die Lebensräume der Tiere sollte nicht eingegriffen werden. Zudem sollten verletzte Tiere nicht eigenmächtig behandelt werden, sondern nur über die Wildtierhilfe oder Veterinäre versorgt werden.

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